09:02 BAUPROJEKTE

Bernisches Historisches Museum: Kanton soll Sanierung mitfinanzieren

Teaserbild-Quelle: Bernisches Historisches Museum, Bern. Foto Alexander Gempeler, Bern

Das Bernische Historische Museum soll für rund 120 Millionen Franken saniert und erweitert werden. Die Bildungskommission des Grossen Rates hat einem Projektierungskredit zugestimmt. Der Kanton soll zudem einen Drittel der Gesamtkosten übernehmen.

Bernisches Historisches Museum Hauptbau

Quelle: Bernisches Historisches Museum, Bern. Foto Alexander Gempeler, Bern

Das Bernische Historische Museum plant estmals seit seiner Gründung um 1889 eine Gesamterneuerung.

Das Bernische Historische Museum (BHM) gehört zu den bedeutendsten historischen Museen der Schweiz. Das zwischen 1892 und 1894 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Museumsschloss am Helvetiaplatz in Bern hat heute dringenden Sanierungsbedarf.

Auf Basis einer Nutzungs- und Machbarkeitsstudie hatte der Stiftungsrat des BHM im April 2023 entschieden, das historische Gebäude erstmals seit 130 Jahren einer Gesamtsanierung zu unterziehen und gleichzeitig um einen Anbau zu erweitern. Das Kostendach für das Bauvorhaben wurde vom Stiftungsrat damals auf 120 Millionen Franken veranschlagt.

Kommission anerkennt Sanierungsbedarf

Wie die Bildungskommission des Bernischen Grossen Rates (BiK) am Montag mitteilte, anerkenne sie die Notwendigkeit der Sanierung. Sie beantragt dem Grossen Rat deshalb, einem Projektierungskredit von 2,5 Millionen Franken zuzustimmen. Die Burgergemeinde hat den Kredit bereits im Dezember bewilligt, der Entscheid des Berner Stadtrats soll im Frühjahr 2024 vorliegen.

Im Rahmen des Projekts soll das Museum auch an das neu gegründete Museumsquartier Bern angebunden werden. Die drei Stiftungsträger, der Kanton und die Stadt Bern sowie die Burgergemeinde Bern, sollen sich gemäss Mitteilung der Bildungskommission mit maximal je 40 Millionen Franken am Bauvorhaben beteiligen.

Die BiK begrüsse, dass das Projekt ganzheitlich angegangen und auch die vom Berner Regierungsrat vorgeschlagene Variante zwei geprüft werde. Diese sieht gemäss Mitteilung eine durchgängige Gestaltung des Gebäudes durch einen Anbau sowie eine Öffnung zum Museumsgarten und zum geplanten Museumsquartier vor.

Mit einer ganzheitlichen Planung einer neuen Haustechnik könnten Betriebskosten gesenkt, die Bausubstanz geschont und Synergien hergestellt werden. Der Anbau erlaubes zudem, die feuerpolizeilichen Vorgaben umzusetzen und das Gebäude barrierefrei zu gestalten, schreibt das BiK.

Geplanter Baustart im Jahr 2027

Die Kommission ist überzeugt, dass mit dem Vorhaben die Attraktivität des Museums erhöht wird. So könnten die Objekte des Museums in neuen und den heutigen Standards entsprechenden Ausstellungen präsentiert werden. Dank der flexiblen Ausgestaltung der Innenräume seien ausserdem Veranstaltungen und Spezialprojekte möglich.

Dies schaffe sowohl für den Kanton als auch die Stadt einen grossen Mehrwert, insbesondere in Verbindung mit dem allfälligen Museumsquartier, so das BiK. Die Umbauarbeiten sollen im Jahr 2027 starten und vier Jahre dauern. (mgt/pb)


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