Basler Parlament gibt grünes Licht für Areal Dreispitz Nord
Der Basler Grosse Rat gibt grünes Licht für das grosse Stadtentwicklungsprojekt Dreispitz Nord. Er hat am Mittwoch mit 83 zu 3 Stimmen bei 4 Enthaltungen die entsprechende Zonenänderung und den Bebauungsplan genehmigt.
Quelle: Herzog & de Meuron
Dreispitz Nord schliesst direkt an das benachbarte Gundeli an. (Visualisierung)
Damit folgte das Parlament der Bau- und Raumplanungskommission (BRK) mit dem Antrag, alle Einsprachen gegen das Projekt abzulehnen. Nahezu alle Fraktionen äusserten sich wohlwollend zum neuen Stadtteil.
Silvia Schweizer (FDP) lobte, dass das Gewerbe nicht geopfert werde und mit neuem Wohnraum unter einen Hut gebracht wird. Auch die Idee, eine neue Sekundarschule auf das Dach des M-Parcs zu stellen, kam gut an. Ivo Balmer (SP) als Sprecher der BRK bezeichnete dies als «Pionierschritt».
Nur Basta ist skeptisch
Einzig die Basta liess die Entscheidung zum Bebauungsplan offen und äusserte Skepsis. «Wir hätten uns mehr erhofft», sagte Fraktionssprecherin Brigitta Gerber. Die Basta hätte sich ein stärker auf das Klima angepasstes Projekt nach dem Schwammstadtprinzip, mit grösseren Bäumen sowie weniger motorisiertem Verkehr gewünscht. Aus der Basta-Fraktion kamen schliesslich auch die wenigen Nein-Stimmen und Enthaltungen.
Jo Vergeat (Grüne) äusserte sich im Namen ihrer Fraktion grösstenteils positiv, doch die Schulwegsituation sei ein Punkt, der unbedingt noch angeschaut werden müsse.
800 neue Wohnungen
Der Bebauungsplan Dreispitz Nord sieht auf dem Areal ein neues Stadtquartier mit Wohnraum, Arbeitsplätzen, Grün- und Freiräumen sowie Bildungs- und Freizeitangeboten vor. Geplant sind rund 800 neue Wohnungen. Ein Drittel davon wird gemeinnützig – gemäss dem Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative «Basel baut Zukunft».
Auf dem Areal sind auch Büroflächen projektiert, zwei öffentliche Parkanlagen, eine Sekundarschule sowie die Erneuerung der Einkaufszentren M-Parc und Obi. Drei Türme der Architekten Herzog & de Meuron sind geplant. Gemäss dem Bebauungsplan dürfen die drei Hochhäuser maximal 124, 138 und 151 Meter hoch werden.
Projektpartner sind die Grundeigentümerin Christoph Merian Stiftung, der Kanton und die Genossenschaft Migros. (sda/pb)