Kanton Solothurn saniert Schiessanlagen in der Region Olten
Der Kanton Solothurn hat in der Region Olten mit der Bodensanierung von acht Schiessanlagen begonnen. Die Arbeiten in vier Gemeinden dauern voraussichtlich bis Mitte des nächsten Jahres.
Quelle: Roman Wiederkehr, Bauleiter, Rothpletz, Lienhard & Cie. AG, Aarau
Blick auf die Schiessanlage «Gnöd» in Hägendorf: Das Amt für Umwelt saniert seit 2019 etappenweise in insgesamt 20 Sanierungsregionen die sanierungsbedürftigen Schiessanlagen im Kanton.
Die Sanierungsmassnahmen betreffen acht Anlagen in den Gemeinden Hägendorf, Starrkirch-Wil, Olten und Wangen bei Olten, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Nach dem Abschluss der Arbeiten kommen auf den Schiessanlagen einzig moderne Kugelfangsysteme zum Einsatz, bei denen nahezu keine Schadstoffe mehr in die Umwelt gelangen, wie es hiess.
Hintergrund der Sanierungen ist die erhebliche Umweltbelastung durch den jahrzehntelangen Schiessbetrieb. Auf den 190 aktiven und stillgelegten Schiessanlagen des Kantons sind die Böden gemäss Mitteilung bei den Kugelfängen mit giftigem Blei und Antimon belastet. Die Schadstoffe können ins Grundwasser oder in Gewässer eindringen sowie über Boden und Pflanzen in die Nahrungskette gelangen und Menschen, Tiere und die Umwelt gefährden.
Das Amt für Umwelt saniert die sanierungsbedürftigen Anlagen seit 2019 etappenweise in Regionen mit jeweils 8 bis 15 Standorten. In fünf Sanierungsregionen hat der Kanton bereits 61 Anlagen erfolgreich instandgesetzt. Bis zum Jahr 2039 sollen die Böden sämtlicher sanierungsbedürftiger Schiessanlagen saniert sein, wie die Staatskanzlei festhält. (sda/mgt/pb)
Quelle: Roman Wiederkehr, Rothpletz, Lienhard & Cie. AG, Aarau
Blick auf die Schiessanlage «Kleinholz» in Olten.
Quelle: Isabelle Schauwecker, Amt für Umwelt
Übersichtskarte zur Sanierungsregion 6; einzelne Standorte sind rot markiert.