Basel: Positive Signale für Durchmesserlinie
Die Regierungen beider Basel nehmen die Aufnahme der Durchmesserlinie in die Eckwerte zu Verkehr '45 «erfreut zur Kenntnis»: Der Bund anerkenne die Notwendigkeit einer unterirdischen Verbindungen zwischen den Bahnhöfen.
Quelle: SBB
Das ursprüngliche Projekt «Herzstück», das vom Weidmann-Bericht als nicht realistisch eingestuft wurde. In der Folge machten sich die beiden Basel für eine abgespeckte Durchmesserlinie stark.
Verkehrsminister Albert Rösti hat die Eckwerte für den Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen bis ins Jahr 2045 präsentiert: Unter anderem gab er bekannt, dass die Durchmesserlinie mit Tiefbahnhof am Bahnhof Basel SBB in der Botschaft 2031 erscheinen soll - jedoch nicht bereits in der Botschaft 2027.
Für diese sieht der Bundesrat in Basel unter anderem den Ausbau im Westen des Bahnhofs SBB mit Neubau der Margarethenbrücke vor. Dafür sind 900 Millionen Franken veranschlagt. Die Regierungen beider Basel nehmen dies erfreut zur Kenntnis. Ihr Fazit: «»Der Austausch mit Bundesbern sowie die darauffolgende Fokussierung haben sich gelohnt». Denn gegenüber dem viel diskutierten Gutachten des ETH-Professors Ulrich Weidmann vom Herbst 2025 erhöhe der Bund die vorgesehenen Investitionen bis 2045 von rund 1,2 deutlich auf 2,5 Milliarden Franken.
Quelle: SBB CFF FFS
Der Bahnhof SBB in Basel soll eine direkte Verbindung zum Badischen Bahnhof erhalten.
Durchmesserlinie begünstigt
Der Bund begünstigt damit die unterirdische Durchmesserlinie zwischen den Bahnhöfen SBB und Badischer Bahnhof. Der Bundesrat will nun zusammen mit Basel-Stadt und Baselland eine alternative Lösung zum «Herzstück» erarbeiten, das vom Weidmann-Bericht als nicht realistisch eingestuft wurde, und mit der Botschaft 2031 eine erste Etappe beschliessen, Dies ermöglicht gemäss den beiden Kantonsregierungen einen grundlegenden Ausbau der S-Bahn. Ziel der Region sei eine trinationale S-Bahn bis in rund 25 Jahren. Das Projekt Durchmesserlinie ist eine abgespeckte Version zum ursprünglich von den beiden Basel angestrebten Also machten sich die beiden Basel für die Durchmesserlinie als günstigere Variante stark.
Keines der Projekte in der Region Basel hat es indes in die fünfte Generation des Programms Agglomerationsverkehr (ab 2028) geschafft. Dafür stehen gleich deren neun auf der Liste für die sechste Generation. Dazu gehören der Zubringer Bachgraben (407 Millionen Franken) und die Tramverlängerung nach Weil am Rhein (D) (18 Millionen Franken). Dazu kommen die Tramprojekte Bachgraben, Leonhardsgraben-Basel SBB, Wettstein-Schwarzwaldstrasse, Wettsteinplatz-Clarastrasse, Leonhardsgraben-Blumenrain, die Margarethenverbindung sowie die ÖV-Drehscheibe am Bahnhof SBB West.sch BL und Duggingen BL, ebenfalls auf der N18 (500 Millionen Franken).
Quelle: zvg
Trotz Kritik des Weidmann-Gutachtens will der Bundesrat langfristig den Rheintunnel bei Basel realisieren.
Bundesrat beharrt auf Rheintunnel
Der Rheintunnel, dessen Comeback im Gutachten Weidmann für Kritik sorgte, ist in der Liste der Projekte mit Realisierungshorizont ab 2045 aufgeführt. Die Kosten sollen 2,4 Milliarden Franken betragen.
Mit Realisierungshorizont 2055 werden zwei Projekte im Kanton Baselland erwähnt. Erstens ist es der Achtspurausbau der Autobahn A2 im Bereich Hagnau (Augst BL) für 1,4 Milliarden Franken. Das zweite Vorhaben dieser Kategorie betrifft die N18 und die Zentrumsentlastung in Laufen BL für 200 Millionen Franken. In der Kategorie «Realisierungshorizont Weiter» finden sich zudem die N18-Umfahrung Laufen und Zwingen BL (1 Milliarde Franken) und der Muggenbergtunnel zwischen zwischen Aesch BL und Duggingen BL, ebenfalls auf der N18 (500 Millionen Franken). (SDA/bk)