Autobahnzubringer in Wangen SZ wird weiter geplant
Der Schwyzer Regierungsrat hat dem Kantonsrat für die weitere Projektierung des Autobahnzubringers Siebnen Ausgaben von 9,9 Millionen Franken beantragt. Die rund 1,7 Kilometer lange Zubringerstrasse mit einem Tunnel soll die Anschlüsse Lachen und Reichenburg entlasten.
Quelle: Stefan Zürrer
Autobahnanschluss Reichenburg in Blickrichtung Wangen und Obersee.
Zudem soll sie den geplanten Autobahnanschluss Wangen-Ost mit Siebnen verbinden, teilte die Schwyzer Staatskanzlei am Mittwoch mit. Hintergrund ist, dass der Bezirk March in Richtung Zürich heute hauptsächlich über den Anschluss Lachen angebunden ist, was dort zu grossen Verkehrsströmen und zur Überlastung des Anschlusses führe, wie es weiter hiess.
Der geplante Zubringer Siebnen führt von der Zürcherstrasse östlich von Wangen bis zur Glarnerstrasse in Siebnen. Auf rund einem Kilometer verläuft er in einem «Tagbautunnel». Dazu kommen Zufahrtsstrecken und Anschlüsse beim Bahnhof Siebnen-Wangen. Der Zubringer liegt gemäss Mitteilung auf dem Gemeindegebiet von Tuggen, Wangen und Schübelbach.
Verschiedene Varianten geprüft
Der Autobahnanschluss Wangen Ost beschäftigt die Region seit vielen Jahren. So prüfte der Kanton verschiedene Varianten. Ein Mitwirkungsverfahren wurde 2014 gestartet. 2017 wurden eine Variante «hoch» und eine Variante «tief» empfohlen. Mit den betroffenen Gemeinden und dem Bezirk March konnte indes keine Einigung auf eine Variante gefunden werden, wie es hiess.
2021 entschied sich der Regierungsrat für eine «Vorwärtsstrategie» bei mehreren grossen Strassenbauprojekten. Daraufhin wurde der Zubringer Siebnen als vom Kanton finanziertes Kantonsstrassenprojekt weiterbearbeitet. Eine offene Linienführung hätte das noch weitgehend unverbaute Gebiet zerschnitten und wäre «politisch kaum als gewollt und mehrheitsfähig» eingestuft worden, hiess es weiter.
Astra finanziert und baut den Autobahnanschluss
Der eigentliche Autobahnanschluss östlich von Wangen liegt in der Zuständigkeit des Bundesamts für Strassen (Astra). Dieses soll laut Mitteilung demnächst eine Bestvariante festlegen. Anschliessend muss das Projekt mit dem kantonalen Zubringer abgestimmt werden.
Die öffentliche Auflage beider Projekte ist frühestens 2031 vorgesehen. Ein Baubeginn wäre «im Idealfall 2035 möglich». Die Bauzeit wird auf rund fünf Jahre geschätzt. Die Kosten für den Zubringer schätzt die Regierung derzeit auf rund 244 Millionen Franken, worin eine offene Reserve von 40 Millionen Franken enthalten sei. (sda/mgt/pb)