Auen-Sumpfgebiet: Ehemaliger Campingplatz Fanel wird revitalisiert
In den letzten Wochen wurde der ehemalige TCS-Campingplatz Fanel am Neuenburgersee zurückgebaut. Nun erhält das Areal seine ursprüngliche Gestalt als Auen- und Sumpfgebiet zurück. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November 2026.
Quelle: O. Bessire / ANF / Kanton Bern
Blick auf das Naturschutzgebiet «Fanel» am Neuenburgersee.
Die Gemeinde Gampelen BE beschloss im September 2022, Gebiete betreffend dem damals vom Touring Club der Schweiz (TCS) betriebenen Campingplatz Fanel für zwei Jahre mit einer Planungszone zu belegen. Damit sollte der Campingplatz am Neuenburgersee erhalten werden.
Umweltverbände erhoben dagegen aber eine Kollektiveinsprache, die im Sommer 2023 vom kantonalen Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) gutgeheissen wurde. Nachdem die Gemeinde gegen diesen Entscheid Beschwerde einreichte, wurde diese im Mai 2024 von der Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) als unbegründet abgewiesen. In der Folge verzichtete die Gemeinde auf einen Weiterzug ans Verwaltungsgericht.
Der Campingplatz war seit Jahren umstritten, da er sich in einem Naturschutzgebiet befand. Als er in den 1950er-Jahren erstellt wurde, war das Gebiet noch nicht so geschützt wie heute.
Revitalisierung von Auen-Sumpfgebiet
Wie die Berner Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Dienstag mitteilte, wurden der Campingplatz und seine Infrastruktur in den vergangenen Wochen zurückgebaut. Damit startet die Abteilung Naturförderung des Kantons Bern nun mit der Revitalisierung. Der ursprüngliche Zustand als Auen-Sumpfgebiet werde wiederhergestellt, Pflanzen und Tiere erhielten damit wieder einen natürlichen Lebensraum, heisst es. Die Fachleute werden unter anderem Fichten fällen, Waldbereiche aufwerten und das Areal zu einem offenen Gelände umgestalten.
Weiter werden auf dem gesamten Areal neue Gewässer sowie Sandflächen geschaffen und der Hafen revitalisiert. Die Arbeiten dauern gemäss Mitteilung voraussichtlich bis Ende November 2026. Im Frühjahr 2027 wird auf dem Gebiet angesät. Dabei sollen möglichst gemäss Mitteilung viele für die Auenlandschaft typische, teilweise bedrohte Pflanzenarten wieder angesiedelt werden. Der öffentlich zugängliche Badeplatz im Gebiet wird laut Projektwebseite auch künftig der Bevölkerung zur Verfügung stehen. (mgt/pb)