17:10 BAUPROJEKTE

Agglolac: Biel und Nidau überdenken Finanzierung

Zwischen Biel und Nidau soll auf dem ehemaligen Expo 0.2-Gelände ein neues Quartier entstehen. Allerdings lässt seine Umsetzung auf sich warten. Einer der Gründe ist die Finanzierung. Nun wollen Biel und Nidau eine Alternative zur bisher geplanten Finanzierung überprüfen.

Agglolac, Visualisierung.

Agglolac soll am Ufer des Bielersees, auf dem ehemaligen Expo0.2-Gelände zu stehen kommen.

Agglolac, Visualisierung.

Agglolac soll am Ufer des Bielersees, auf dem ehemaligen Expo0.2-Gelände zu stehen kommen.

Agglolac, Visualisierung.

Agglolac soll am Ufer des Bielersees, auf dem ehemaligen Expo0.2-Gelände zu stehen kommen.

Agglolac, Visualisierung.

Agglolac soll am Ufer des Bielersees, auf dem ehemaligen Expo0.2-Gelände zu stehen kommen.

Das mehrere hundert Millionen Franken schwere Projekt soll Wohnraum für 1500 Menschen schaffen. Dazu soll das Nidauer Seeufer zwischen Zihl und dem Nidau-Büren-Kanal mit Promenade und vergrössertem Hafen aufgewertet werden. Allerdings bedingt dies grössere Investitionen seitens der öffentlichen Hand in die Infrastrukturen. Bislang war vorgesehen, dass die Städte Biel und Nidau dem Investor und Projektentwickler Mobimo das zur Überbauung vorgesehene Land in der Nidauer Seezone verkaufen. Mit dem Erlös sollten die Investitionen der öffentlichen Hand finanziert werden.

Diesem Vorgehen hatten die beiden Stadträte 2013 zugestimmt. Während der vergangenen Monate stellten Vertreter verschiedener Parteien die Finanzierung jedoch infrage. Sie forderten mit Vorstössen, dass das Land im Agglolac-Perimeter nicht verkauft, sondern im Baurecht abgegeben wird. Nun lässt die Projektgesellschaft Agglolac abklären, welche Auswirkungen eine baurechtsweise Abgabe des Landes auf das Projekt hätte. Dies teilte sie heute Freitag mit. Anhand dieser Analyse wollen die beiden Städte dann eine alternative Finanzierungsvariante erarbeiten.

Freude herrscht darüber nicht, wie der Mitteilung unschwer zu entnehmen ist. Biel, Nidau und der Investor erachteten ein Rückkommen auf das Finanzierungsmodell nach vier Jahren intensiver Planung als „grundsätzlich problematisch“. Trotzdem wolle man sich der Diskussion nicht verschliessen. So wird nun mit Hilfe externer Fachpersonen auch ein Finanzierungsmodell mit Baurechtsabgabe erarbeitet. So sei sichergestellt, dass die beiden Stadtparlamente zu gegebener Zeit über zwei gleich sorgfältig ausgearbeitete Varianten befinden könnten, schreibt die Projektgesellschaft in ihrer Mitteilung weiter.

Die Stadtparlamente von Biel und Nidau werden voraussichtlich nächstes Jahr über die beiden Varianten entscheiden. Danach wird das Volk das letzte Wort haben. - Das Gebiet am Bielersee auf dem Agglolac entstehen soll, gehört zu den attraktivsten und wertvollsten Landreserven der Schweiz. (mai/sda)

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