12:04 BAUPROJEKTE

106 Millionen Franken für Innovationspark auf dem Flugplatz Dübendorf

Teaserbild-Quelle: Switzerland Innovation Park Zurich

Der Innovationspark auf dem Flugplatz Dübendorf nimmt weiter langsam Gestalt an: Der Zürcher Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat insgesamt rund 106 Millionen Franken - der Löwenanteil davon soll der schrittweisen Entwicklung des Innovationsparks zu Gute kommen, gut 8 Millionen in der Planung eines Forschungs-, Test- und Werkflugplatzes.

Konkret sollen für die Entwicklung des Innovationsparks 97,45 Millionen Franken gesprochen werden, wie der Medienmitteilung des Regierungsrats von heute Mittwoch zu entnehmen ist. Davon handelt sich es bei 44 Millionen Franken um zweckgebundene Darlehen für die Erstellung öffentlicher Infrastruktur, die „im besten Fall“ vollständig amortisiert würden.

Zusätzlich beantragte der Regierungsrat dem Kantonsrat einen Planungskredit über 8,2 Millionen Franken. Damit soll ein Vorprojekt ausgearbeitet werden für einen zivilen Flugplatz für Forschungs-, Test- und Werkflüge mit militärischer Mitbenutzung. Nach dem Planungskredit müsste der Kantonsrat auch noch dem Vorprojekt selbst zustimmen, damit dieses umgesetzt werden könnte. Dies wäre voraussichtlich Mitte 2027 der Fall.

Teilrevision vom Zürcher Richtplan

Damit der Innovationspark realisiert werden kann, braucht es auch eine Teilrevision des kantonalen Richtplans, die ebenfalls erfolgt ist. Sie legt die planerischen Eckwerte für den Innovationspark fest, die wiederum auf den Erkenntnissen aus der dem Synthesebericht „Gebietsentwicklung Flugplatz Dübendorf“ und dem auf den rechtskräftigen kantonalen Gestaltungsplan „Innovationspark Zürich“ abgestimmt sind.


Zielbild 2050

Der Synthesebericht zeigt mit dem „Zielbild 2050“ auch auf, wie das Areal dereinst aussieht, welche Nutzungen vorgesehen sind und wie sie sich räumlich verteilen. Es wird in vier Teilbereiche unterteilt:

  • Teilgebiet A: Dieser Bereich ist für den Innovationspark Zürich reserviert, in dem vor allem zur Robotik, Mobilität, Aviatik, Raumfahrt und Advanced Manufacturing & Materials geforscht werden soll.
  • Teilgebiet B: Es umfasst ebenfalls teils den Innovationspark, der sich dort mit einem Forschungs-, Test- nd Werkflugplatz zu einem Aviatikcluster verbindet.
  • Teilgebiet C: Hier sollen „Nutzungen mit hohen Sicherheitsanforderungen“ unabhängig weiterentwickelt werden. Es geht dabei um die Bundesbasis der Luftwaffe und das Flugsicherungszentrum Skyguide.
  • Teilgebiet D: Dieses ist einerseits weiteren aviatischen Infrastrukturen vorbehalten. Andererseits spielt dort auch die Natur eine wichtige Rolle, zudem soll für die Bevölkerung ein Flugplatzrundweg, der um das Areal herumführt, angelegt werden.

Internettipp: Weitere Informationen zum Thema auf der Website der Gebietsentwicklung Flugplatz Dübendorf https://gefd.zuerich/


Für den Kanton sei das Flugplatzareal eine einmalige Chance, heisst es in der Medienmitteilung des Regierungsrats. Es soll ein Forschungsstandort mit über 10'000 Arbeitsplätzen und einer jährlichen Wertschöpfung von 1,9 Milliarden Franken entstehen, hiess es am Mittwoch.

Und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker-Späh (FDP) meinte heute vor den Medien: „Ich bin davon überzeugt: Jetzt haben wir das Momentum.“ Vordergründig gehe es zwar um das beantragte Geld. Im Kern gehe es aber darum, ob der Kanton auf dem ganzen Flugplatzareal eine aktive Rolle übernehmen wolle. "Ja, wir wollen", sagte Walker Späh. "Wir wollen forschen, wir wollen entwickeln." (mgt/sda/mai)



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