09:02 BAUPRAXIS

Stiftsbibliothek St. Gallen: Besserer Schutz für das Weltkulturerbe

Teaserbild-Quelle: Christian Rüttimann, Blumer Techno Fenster AG

Der Klimawandel bringt die Bücher und Schriften der Stiftsbibliothek St. Gallen in Gefahr. Um eine der ältesten Bibliotheken der Welt vor Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und unberechtigtem Zutritt zu schützen, wurden in den Räumen neue Fenster eingebaut.

Stiftsbibliothek St. Gallen 12

Quelle: Claudia Bertoldi

Der Barocksaal der Stiftsbibliothek ist wegen der Corona-Vorschriften momentan für den Publikumsverkehr geschlossen.

Es ist kühl im Saal der Stiftsbibliothek in St. Gallen. Dies liegt nicht allein daran, dass die Räume wegen der Corona-Vorschriften momentan für den Publikumsverkehr geschlossen sind. Die Erklärung ist viel simpler: Die Stiftsbibliothek des ehemaligen Benediktinerstifts verfügt über keine Heizung, über eine Klimaanlage auch nicht. Die Temperaturen im Aussenbereich beeinflussen auch die Bedingungen in den Räumen. Und genau dies bereitet den Verantwortlichen seit einiger Zeit Kopfzerbrechen.

Die überdurchschnittlich warmen Sommer der vergangenen Jahre und sehr kalte Winter sorgen für zunehmende Temperaturschwankungen im historischen Barocksaal aus dem 18. Jahrhundert. Das gleiche Problem betrifft auch die angrenzende Handschriftenkammer und den Lesesaal. Der Klimawandel bringt die hier lagernden Bücher und Schriften in Gefahr.

Extreme Temperaturen

«Mit den steigenden Temperaturen können die geltenden Richtlinien für die Lagerung von historischen Handschriften kaum mehr eingehalten werden», erklärt Stiftsbibliothekar Cornel Dora. Um das kostbare Gut zu schützen, wurde gemeinsam mit Restaurierungs- und Bauexperten über geeignete Massnahmen beraten. Die wichtigste, eine Verschattung der Räume durch Vorhänge, besteht bereits seit längerer Zeit. Sie sind immer zugezogen.

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