13:28 BAUPRAXIS

OW: Bau des letzten Teils des Hochwasserschutzprojekts

Teaserbild-Quelle: Kanton Obwalden

Der Kanton Obwalden hat den letzten Teil seines Hochwasserschutzprojektes gestartet, das total rund 180 Millionen Franken kostet und nach dem Hochwasser 2005 nötig wurde.

Hochwasser beim Sarnersee, Obwalden, Sommer 2005

Quelle: Kanton Obwalden

2005 kam es im Obwaldner Sarneraathat zu einer verheerenden Überschwemmung, wonach der Kanton umfangreiche Schutzmassnahmen in die Wege leitete.

2005 kam es im Sarneraatal OW zu einem verheerenden Hochwasser, das Schäden von 250 Millionen Franken verursachte. Danach leitete der Kanton umfangreiche Schutzmassnahmen ein, deren Realisierung rund 180 Millionen Franken kostet; mit Beteiligung von Bund und Gemeinden.

Nun haben die Arbeiten für den letzten Teil der Schutzmassnahmen begonnen: Damit der Hochwasserschutz im Sarneraatal gesteuert werden kann, muss in Sarnen OW ein Hilfswehr gebaut werden. Dieser letzte Teil des Projekts soll bis in einem Jahr abgeschlossen sein.

Schematische Darstellung des Projekts «Sarneraa und Hochwasserentlastungsstollen Ost»: Beim Einlaufbauwerk beginnen heute die Arbeiten.

Quelle: Kanton Obwalden

Die Massnahmen des Hochwasserschutzes im Überblick.

Seepegel regulieren

Das Hilfswehr ist neben dem Hochwasserentlastungsstollen ein Hauptelement, um den Hauptort vor Überschwemmungen zu schützen. Mit ihm Hilfswehr kann der Sarnersee reguliert werden. Bei Hochwasser wird die Schlauchmembran des Wehrs angehoben und so der Abfluss aus dem Sarnersee in die Sarneraa begrenzt und Wasser über den Hochwasserentlastungsstollen abgeleitet.

Hat das Hochwasser sein Maximum überschritten, kann der Sarnersee langsam und kontrolliert abgesenkt werden. Dies trägt dazu bei, das Moor rund um den See besser vor starken Schwankungen des Pegels zu schützen.

Hochwassersicherheit im Obwaldner Sarneraatal

Quelle: Kanton Obwalden

Die Schutzmassnahmen Sarneraatal im Bau.

Entlastungsstollen fertig

Der Entlastungsstollen zwischen Sachseln am Sarnersee und dem Wichelsee bei Alpnach ist seit Juni voll einsatzbereit. Er kann pro Sekunde bis zu 100 Kubikmeter Wasser aufnehmen, was 500 Badewannen entspricht.

Zudem wird seit dem 17. August die Sarneraa in Sarnen auf einem 1,6 Kilometer langen Abschnitt ökologisch aufgewertet. Der Fluss ist heute stark kanalisiert. Ein weiteres Teilprojekt ist die Aufweitung der Sarneraa oberhalb des Wichelsees. Diese Arbeiten haben nun ebenfalls begonnen. (mgt/bk)

Auch interessant

Anzeige

Firmenprofile

Huber-Bautechnik AG

Finden Sie über die neuen Firmenprofile bequem und unkompliziert Kontakte zu Handwerkern und Herstellern.

Reports

construction-report

Die neuen Baublatt Reports

Neben dem Report Baublatt Project Categories (ehem. Baublatt Analyse), bieten wir ab sofort zwei weitere brandneue Reports als Zusatz. Erfahren Sie hier was Baublatt Top Players und Baublatt Regional Projects zu bieten haben – wie gewohnt digital, prägnant und graphisch auf den Punkt gebracht.

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

newsico

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.