16:01 BAUPRAXIS

Artikelserie Tief- und Strassenbau (1/6): Gerätschaften und Inventar

Teaserbild-Quelle: FachWissenBau

Kompakt zusammengefasstes Wissen: Die sechsteilige Artikelserie basiert auf dem Nachschlagewerk «Baupraxis – der Tief- und Strassenbau». Der erste Teil ist dem Thema «Gerätschaften und Inventar» gewidmet. Er zeigt aktuelle Herausforderungen auf und behandelt neben anderem die Vorteile unterschiedlicher Bagger und Einbaufertiger.

Von Rolf Steiner und Tobias Frick 

Belagsabbruch mit Pneubagger

Quelle: FachWissenBau

Belagsabbruch mit Pneubagger am Central in Zürich.

Das Nachschlagewerk «Baupraxis – Der Tief- und Strassenbau» liefert zum Thema Tief- und Strassenbau umfassende, praxisnahe Informationen im Zusammenhang mit der Ausführung. Daneben bietet der Band weiterführende Inputs aus den Bereichen Bauwirtschaft Schweiz, Berufe des Bauhauptgewerbes, rechtliche Grundlagen und Normen, Beschaffungswesen, technische und kaufmännische Arbeitsvorbereitung, Bauablauf oder Terminplanung. Zukunftsorientierte Technologien und mögliche Beschleunigungsmassnahmen werden ebenfalls behandelt. Zudem liefert das Buch Tipps, wie sich Wissenslücken gleich einem Loch in der Strasse mit Inhalten und Fachwissen auffüllen lassen. 

Die dazugehörige, sechsteilige Artikelserie behandelt ausgewählte Themenbereiche aus diesem Fachbuch. Die erste Folge behandelt das Kapitel «Gerätschaften und Inventar». Zwar ist der Mechanisierungsgrad auf den Baustellen heutzutage bereits sehr hoch, aber er steigt zusammen mit der Digitalisierung kontinuierlich weiter an. Der kompetitive Wettbewerb im Bauhauptgewerbe fördert diese Entwicklung zusätzlich, da vor allem effizienteres und gewinnbringendes Arbeiten nur über die Steigerung der Leistungswerte möglich ist. Doch allen Fortschritten zum Trotz ist und bleibt der Faktor Mensch auf der Baustelle das wichtigste Glied und wird es im Tief- und Strassenbau noch lange bleiben. 

Aktuelle Herausforderungen 

Die steigende Technisierung und Mechanisierung auf den Baustellen bringt nicht nur eine Erhöhung der Produktivität und Effizienz mit sich, sondern beeinflusst auch massgeblich die am Prozess beteiligten Personen und Maschinen. Ein Entscheid für Inventarbeschaffungen lohnt sich nur dann, wenn die Baugeräte auch richtig bedient und gewartet werden. Entsprechend müssen die Baumaschinenführer aber auch das Werkstatt- und Servicepersonal laufend geschult und weitergebildet werden. Zusätzlich gewinnt auch die elektro- und steuerungstechnische Komponente beim Inventar immer mehr an Bedeutung. Diese Rahmenbedingungen erfordern eine breit abgestützte und vielseitige Baumaschinen- sowie Mechatronik- und Elektronikkompetenz im Hintergrund einer Bauunternehmung. Diese neben dem Tagesgeschäft laufend auf dem aktuellen Stand zu halten, ist für eine Bauunternehmung eine Herkulesaufgabe. 

Unternehmerstrategie 

Der Anteil des Inventars am Umsatz einer Baustelle beträgt bei einem klassischen Tief- und Strassenbauprojekt zirka 20 bis 30 Prozent. Deshalb sind Beschaffung und Bewirtschaftung der Maschinen und Geräte eng an die Unternehmensstrategie geknüpft. Ein organisatorisch und technisch gut strukturierter Werkhof sowie eine saubere Amortisation und Verzinsung der finanziellen Mittel helfen einer Unternehmung, wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die oft überdimensionierten Inventarbestände und die teilweise auch nicht betriebswirtschaftlich handelnden Werkhöfe reduzieren durch die hohe Kapitalbindung und allenfalls durch die projektbedingt schlechte Auslastung die Gewinne einer Bauunternehmung. Die fehlenden Mittel stehen dann für notwendige Investitionen nicht zur Verfügung. Ziel jeder Unternehmung muss sein, die bestehenden Ressourcen optimal und mit hoher Rendite einzusetzen. Zusätzlich bildet das Inventar mit den entsprechenden Abschreibungen heute eine oft verwendete Manipuliermasse in der Preisgestaltung der Unternehmerangebote. 

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