13:02 BAUBRANCHE

Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung zahlen Miete

Teaserbild-Quelle: Philippe Leone, Unsplash

Wer in der Schweiz lebt, wohnt mehrheitlich zur Miete. Zudem ist ein Drittel aller Wohnungen nicht im Privatbesitz, sondern gehört vor allem institutionellen Anlegern. Dies zeigen neueste Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS).

Balkone (Symbolbild)

Quelle: Philippe Leone, Unsplash

Die Mehrheit wohnt in der Schweiz zur Miete.

In der Schweiz lebten 2020 insgesamt 36 Prozent aller Privathaushalte – respektive 1,4 Millionen - in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Davon wiederum besass die Hälfte ein Einfamilienhaus. Dies zeigen aktuelle Zahlen des BFS zu den Wohnverhältnissen in der Schweiz.

Weiter stellte das BFS fest, dass bei 35% der Einfamilienhäuser – ob zur Miete oder im Eigentum – von Paaren mit einem oder mehreren Kindern bewohnt wurden. Bei kinderlose Paare waren es 29% der Fälle und bei den Alleinlebenden waren es rund 10% der Fälle.

Die Schweizer, ein Volk von Mietern

2,3 Millionen Haushalte wohnten zur Miete und bezahlten dafür pro Monat durchschnittlich 1373 Franken. In knapp 90 Prozent der Fälle lag die Monatsmiete unter 2000 Franken. Knapp die Hälfte – oder 47% – der Mietwohnungen befand sich 2021 im Besitz von Privatpersonen. Während 44% der kleinen Mietwohnungen mit eine oder zwei Zimmern von Privatpersonen gehalten wurden, waren es bei den grossen Mietwohnungen (fünf Zimmer oder mehr) über 60%. Wohnungen mit Baujahr vor 1946 gehörten in zwei Drittel aller Fälle Privatpersonen (66%). Bei Wohnungen, die nach 2000 gebaut wurden, betrug dieser Anteil hingegen lediglich ein gutes Drittel (35%).

Hälfte der Wohnungen in Genf nicht im Privatbesitz

Bei den Eigentümertypen der Mietwohnungen verfügt das BFS neu über drei Jahre kumulierte Resultate (2019–2021). Wie das BFS schreibt, ermöglichen sie Analysen auf Kantonsebene und für die sechs grössten Städte der Schweiz: So hat der Kanton Genf hatte mit 26%  den deutlich geringsten Anteil Mietwohnungen im Besitz von Privatpersonen. Derweil lag dieser Anteil in den Kantonen Wallis mit 68% und im Tessin mit 70% deutlich höher.

Die Eigentümerkategorie «Andere AG/GmbH/Genossenschaft», die vor allem institutionelle Anleger wie Versicherungen, Pensionskassen oder Anlagefonds umfasst, machte im Kanton Genf 50% aller Mietwohnungen aus. Deutlich tiefer lag er in den Kantonen Wallis (23%) und Tessin (21%) aus, im Schweizer Durchschnitt belief er sich auf 33%. (mgt/mai)

Weitere Infos: Ausführliche Grafiken und Tabellen auf www.bfs.admin.ch


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