18:05 BAUBRANCHE

Villa Fallet von Le Corbusier in La Chaux-de-Fonds öffnet bald fürs Publikum

Teaserbild-Quelle: Joop van Bilsen / Anefo, CC0

Sie ist das erste von Le Corbusier erbaute Haus: die Villa Fallet in La Chaux-de-Fonds NE. Bald wird sie der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Eröffnung erfolgt im Rahmen des Fests der Uhrmacher-Städtebaus am 25. und 26. Juni.

Villa Fallet

Quelle: Archipat, eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Die Villa Fallet ist ab Ende Juni der Öffentlchkeit zugänglich.

„Die Geschichte der Uhrmacherei in La Chaux-de-Fonds ist direkt mit der Geschichte der Kunstgewerbeschule Ecole d'arts appliqués verbunden, die dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert“, sagte Denis Clerc, Präsident der Stiftung für die Aufwertung der Unesco-Welterbestätte, am Montag vor den Medien. An der Schule sind zahlreiche Talente ausgebildet worden, darunter auch Charles-Edouard Jeanneret respektive Le Corbusier.

Stadt La Chaux-de-Fonds wird Eigentümerin

Im März hatte der Generalrat den Kauf der Villa Fallet für 1,15 Millionen Franken beschlossen. „Am Mittwoch wird die Stadt offiziell Eigentümerin sein“, sagte Gemeinderat Théo Hugnenin-Elie. Wie er weiter erklärte, führt der Kauf dazu, dass die Immobilie aufgewertet und untersucht werden kann. „Die Villa wird sicherlich ein akutes Interesse von Wissenschaftlern und Forschern wecken, die insbesondere verstehen wollen, welchen Anteil am Bau Le Corbusier hatte.“ - Zurzeit wird ein Verein gegründet, der für Aufwertung und Erhalt der Villa besorgt sein soll.                                                                               

Ausserdem ist die Villa nicht der einzige Bau aus der Feder des Meisters: Sie befindet sich in der Nähe der „Maison blanche“. Im Gegensatz zur Villa Fallet kann ist das ebenfalls von einer Stiftung verwaltete Bauwerk schon länger der Öffentlichkeit zugänglich.

Le Corbusier leitete die Bauarbeiten

In Auftrag gegeben hatte die Villa Louis-Edouard Fallet, ein Graveur und Juwelier. Zwischen 1906 und 1907 errichtet, handelt es sich um eine Art Manifest der Schüler von Charles L‘Eplattenier, zu denen der junge Le Corbusier gehörte.

Ihre Suche nach einem heimatgeprägten Stil im Geist des Jugendstils führte zum späteren "Style sapin" (Tannenbaumstil). Mit Hilfe des Architekten René Chapallaz erstellte Le Corbusier die Pläne und leitete die Bauarbeiten. „Das Haus ist ein Gesamtkunstwerk“, sagte Kulturvermittlerin Sylvie Pipoz. „Man findet überall Elemente des Tannenbaumstils, bis hin zu den Türgriffen.“ Und im Aussenbereich sind die Elemente so angeordnet, dass sie an Schnee, Tannen und den Jura erinnern. (sda/mai)


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