12:12 BAUBRANCHE

«Vergoldetes» Holz: Die Gewinner des Prix Lignum

Teaserbild-Quelle: Zeljko Gataric/Prix Lignum 2018

Heute wurden die Gewinner des Prix Lignum 2018 bekanntgegeben. Darunter befinden sich unter anderem die Bergstation auf dem Chäserrugg aus der Feder der Herzog & de Meuron Architekten und das Bürogebäude S22 auf dem Suurstoffi-Areal.

Alle drei Jahre werden mit dem Prix Lignum die besten Schweizer Leistungen mit Holz ausgezeichnet. Unter 15 Rängen aus fünf Grossregionen werden drei nationale Preise vergeben: Gold, Silber und Bronze. Dieses Jahr geht Gold an die Bergstation Chäserrugg im Toggenburg SG, Silber an das Bürogebäude S22 auf dem Areal Suurstoffi in Rotkreuz und Bronze an die Langhäuser im Freilager-Areal Zürich. Daneben wurden vier Sonderpreise Schweizer Holz vergeben.

Gold für ein «touristisches Vorbild»

Mit Gold würdigt die Jury die Bergstation auf dem Chäserrugg der Architekten Herzog & De Meuron. Der Bau oszilliere zwischen Scheune, Chalet und Gondelhalle. Die Jury ist sich einig: «Das Gebäude hebt die klassische Zimmermannskunst auf einen neuen Massstab: imposante Auskragungen, spitz zulaufende Dachecken, riesige Balken, die auf baumähnlich sich verzweigenden Betonstümpfen lagern.» Das Resultat sei ein Vorbild für viele Tourismusbetreiber, die in sensiblen Landschaften bauen.

Silber für einen «Leuchtturm der Branche»

Das Bürogebäude S22 auf dem Suurstoffi-Areal in Rotkreuz brilliert mit Silber. Auf dem Areal schwinge sich das Holz zu neuen Höhen auf, die bisher dem Stahlbeton vorbehalten waren. Das Gebäude der Burkard Meyer Architekten BSA zeige damit eindrücklich, dass sich die Grenzen seit den neuen Brandschutznormen verschoben hätten. Holz kann und dürfe ein Hochhaus tragen.

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Quelle: Zeljko Gataric/Prix Lignum 2018

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Quelle: Zeljko Gataric/Prix Lignum 2018

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Quelle: Zeljko Gataric/Prix Lignum 2018

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Quelle: Zeljko Gataric/Prix Lignum 2018

Bronze für Langhäuser Freilager Zürich.

Bronze für «architektonische Anmut»

Bronze geht an drei Holz-Langhäuser auf dem Freilager-Areal in Zürich. Entworfen wurden sie vom Architekten Rolf Mühlethaler. Er treibe die «Urbanisierung des Materials» entschieden voran: Die Häuser sind bis zu 100 Meter lang, sechs Geschosse hoch und bieten total 187 Wohnungen. Der Architekt hätte laut der Jury aus der «repetitiven Strenge» eine «architektonische Anmut» geschaffen.

Vier Sonderpreise Schweizer Holz vergeben

Parallel zum Prix Lignum wurden zusätzlich vier nationale Sonderpreise Schweizer Holz vergeben. Dies unter der Trägerschaft des Aktionsplans Holz des Bafu, der Holzindustrie Schweiz HIS und des Schweizerischen Verbandes für geprüfte Qualitätshäuser VGQ. Der Preis soll Objekte mit dem Herkunftszeichen Schweizer Holz hervorheben (Welche Projekte mit Sonderpreisen ausgezeichnet wurden, sehen Sie in der oberen Bilderstrecke).

Der erste Sonderpreis ging an das Verwaltungsgebäude der Freiburger Kantonspolizei, das laut der Jury einen ökologischen Baustoff aus kantonseigenen Wäldern nutzt. Denn das Gebäude besteht fast komplett aus Schweizer Holz.

Auch die Produktionshalle der BLS überzeugte die Jury und erhielt ebenfalls einen Sonderpreis. Die Werkhalle zeige die Vorteile von Holz eindrücklich auf. Die Konstruktion verkürze aufgrund der Vorfertigung die Bauzeit und ermögliche grosse Spannweiten für hohe Lasten.

Ein dritter Sonderpreis ging an ein Einfamilienhaus in Alpnach, dass aus Vollholzelementen konstruiert ist, die aus unverleimtem und gedübeltem Brettstapel bestehen. Das Holz stammt aus Obwaldner Wäldern und wurde in der Zentralschweiz verarbeitet.

Zu guter Letzt erhielt auch der Aussichtsturm im Natur- und Tierpark Goldau einen Sonderpreis. Das Bauwerk wurde ausschliesslich mit Schweizer Holz gebaut und passe gut in die Landschaft. Der Architekt setze auf das lokale Bauen und stärke so die regionale Kultur. (mgt/pb)

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