16:06 BAUBRANCHE

Teures Wohneigentum: Häuserpreise steigen im Mai weiter

Teaserbild-Quelle: Thorben Wengert, pixelio.de

Wohneigentum ist in der Schweiz im Mai noch teurer geworden, während die Mieten im Vergleich zum Vormonat weitgehend unverändert geblieben sind.

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Quelle: Thorben Wengert, pixelio.de

Wohneingentum ist im Mai teurer geworden. Für junge Erwachsene dürfte der Erwerb eines eigenen Hauses ein Traum bleiben, wie eine aktuelle Studie zeigt. (Mehr dazu in der Box am Ende des Artikels.)

Die Preise für Einfamilienhäuser stiegen im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent. Dies geht aus dem heute Mittwoch publizierten, monatlich von Immoscout24 in Zusammenarbeit mit IAZI erhobenen „Swiss Real Estate Offer Index“ hervor. Auf Jahressicht erhöhten sich die Hauspreise damit um 6,5 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Eigentumswohnungen: So sei in Inseraten dafür im Mai 0,8 Prozent mehr verlangt worden als noch im April und gar 5,5 Prozent mehr als im Mai 2020, so die Studie.

Steigen Preise für Wohneigentum weiter an?

Geht es nach den Studienautoren, dürften die Preise für Wohneigentum auch in den kommenden Monaten weiter steigen. „Neben einem generell grösseren Wohnraumbedarf, etwa aufgrund von Homeoffice, bewirken die pandemiebedingte Wirtschaftskrise und die geldpolitischen Gegenmassnahmen auch eine erhöhte Angst vor Inflation“, lässt sich Martin Waeber von Scout24 zitieren.

Die Käufer erhofften sich vom Erwerb von Wohneigentum auch einen Entwertungsschutz, so Waeber weiter. Und während die Nachfrage weiter anziehe, werde das knappe Angebot nur langsam ausgeweitet. „Diese Kombination dürfte die Preisspirale auch in den kommenden Monaten weiterdrehen lassen.“

Leicht rückläufige Mieten in der Grossregion Zürich

Das Preisniveau bei den Mieten zeigt sich im Mai gegenüber den Vormonat laut der Erhebung wenig verändert. So gingen die Mieten insgesamt um 0,1 Prozent zurück. Abgesehen von den grossen Zentren herrscht weiterhin eher ein Überangebot an Mietwohnungen, heisst es dazu.

Nach Region gingen die Mieten im Tessin mit -2,1 Prozent am stärksten zurück. Auch in der Zentralschweiz (-0,6 Prozent) und in der Grossregion Zürich (-0,5 Prozent) waren die Mieten rückläufig. Leicht höher oder konstant blieben sie in der Nordwestschweiz, der Ostschweiz, in der Genferseeregion und im Mittelland. (awp/sda/mai)

Unerfüllbarer Traum vom Eigenheim für junge Erwachsene

Auch wenn über drei Viertel der jungen Erwachsenen davon träumen, ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung, dürfte dies für die meisten ein Traum bleiben. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Credit Suisse (CS).

Dass in einer Umfrage von 2020 insgesamt 77 Prozent der Jugendlichen ein Bekenntnis zum Eigenheim abgegeben hätten, sei „eindrücklich“, schreiben die CS-Ökonomen im heute Mittwoch veröffentlichten „Immobilienmonitor Schweiz“. Dies nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Schweiz mit 36,4 Prozent eine der tiefsten Wohneigentumsquoten der Welt aufweise.

Das der Traum nur in wenigen Fällen erreichbar ist, dürfte gemäss CS an den Experten an den hohen Preisen, einer geringe Bautätigkeit und einer starke Regulierung bei der Wohneigentumsfinanzierung liegen. Immer weniger der 30- bis 50-Jährigen gelinge der Erwerb von Wohneigentum noch, stellen die CS-Experten fest

„Hotel Mama“: Länger bei den Eltern wohnen

Derweil sorgen hohe Mieten und längere Ausbildungszeiten dafür, dass eine Mehrheit der unter 25-Jährigen noch bei den Eltern wohnt. Weil die Jugendlichen sich vermehrt für höhere und längere Ausbildung entscheiden, erfolge der Einstieg in das Berufsleben später, ebenso die Familiengründung.

Ziehen die jungen Erwachsenen dann aus, so lassen sie sich oft in den Städten oder zumindest in den Agglomerationsgemeinden nieder. Am häufigsten wohnen sie dann mit einem Partner zusammen, ein Viertel zieht in einen Einpersonenhaushalt um und immerhin ein Sechstel wählt laut CS eine Wohngemeinschaft. Die „WG“ habe seit Anfang des Jahrzehnts deutlich an Popularität gewonnen, teilt die CS mit. (awp/sda/mai)

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