St. Gallen: Aktion für 100 neue Heizungen
Die Stadt St. Gallen lanciert die Aktion «100in100»: Damit sollen in kurzer Zeit viele Hausbesitzer zum Wechsel auf eine Wärmepumpen-Heizung gebracht werden.
Quelle: ChatGPT, Sora / mai
Einbau einer Wärmepumpen-Heizung: Die Stadt St. Gallen unterstützt eine Aktion, mit der in 100 Tagen ebenso viele fossile Heizungen durch Systeme mit erneuerbaren Energien ersetzt werden sollen.
Sen Anfang machte vor zwei Jahren die St. Galler Gemeinde Uzwil : Sie startete die Aktion «100in100», die im Grund wie einer Wette funktioniert: Gelingt es in 100 Tagen 100 Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer zu einem Wechsel auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien, sprich einer Wärmepumpe, zu überzeugen?
Nun zieht die Stadt St. Gallen selber nach: Ab Anfang März sind Anmeldungen für das Projekt möglich. Mitmachen könnten Besitzerinnen und Besitzer von Einfamilienhäusern, die ihre Öl- oder Gasheizungen durch eine Wärmepumpe ersetzen wollten, allenfalls in Kombination mit einer Photovoltaikanlage«» Ausgeschlossen sind Liegenschaften im Gebiet der Fernwärmeversorgung.
Das Konzept für die Aktion stammt von der gemeinnützigen Genossenschaft «42hacks» mit Sitz in Trogen AR. 42hacks konnte in Uzwil die Zahl der Wärmepumpen als Ersatz für Öl- und Gasheizungen vervierfachen. In Diepoldsau läuft die Wette seit einem Monat.
Quelle: zvg
Moderne Wärmepumpenheizung: Laut der Genossenschaft 42hacks werden die Anlagen dank Mengenrabatten um bis zu zwanzig Prozent günstiger.
Günstiger durch Mengenrabatt
Das Projekt startet jeweils mit der Information der Eigentümerinnen und Eigentümer - etwa durch Beratungsgespräche bei Hausbesuchen. Offeriert wird ein kostenloses Sanierungskonzept, ausgearbeitet von Fachleuten, die von der Energieagentur St. Gallen geschult wurden.
Das zentrale Angebot von «100in100» ist aber die Übernahme der ganzen Bürokratie, die beim Ersatz einer Heizung anfällt. Die Genossenschaft «42hacks» arbeitet eng mit dem lokalen Gewerbe zusammen und koordiniert die Arbeiten. Angekündigt werden bis zu 20 Prozent tiefere Preise. Günstiger werden die Heizungen unter anderem durch Mengenrabatte, weil eine grössere Anzahl an Wärmepumpen bestellt werden. Weil auch die Installateure zudem viel weniger administrativen Aufwand haben, müssen sie laut der Genossenschaft dafür weniger berechnen. Im ganzen Kanton will die Genossenschaft im 2026 drei bis fünf neue Projekte starten. (SDA/bk)