Schweizer Holzernte 2025 auf 4,9 Millionen Kubikmeter angestiegen
Die Holzernte in der Schweiz ist 2025 um 1,1 Prozent auf knapp 4,9 Millionen Kubikmeter angestiegen. Zulegen konnten vor allem die Mengen an Energieholz, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Mittwoch mitteilte.
Quelle: Franz Michael Schneeberger, Unsplash
Die Holzernte in der Schweiz ist 2025 auf knapp 4,9 Millionen Kubikmeter angestiegen. (Symbolbild)
Nach zwei rückläufigen Jahren habe die Menge an geerntetem Holz 2025 wieder leicht zugenommen, nämlich um 55'000 Kubikmeter. Besonders das Energieholz gewinne an Bedeutung und mache inzwischen 45 Prozent der gesamten Holzernte aus, damit erreiche es erstmals das Niveau der Stammholzernte, schreibt das BFS.
Massgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen habe das Hackholz, das inzwischen 30 Prozent der gesamten Holzernte ausmache. Parallel dazu hat das Stamm- und Industrieholz weiter an mengenmässiger Bedeutung verloren. Die Ernte von Stammholz belief sich gemäss der Statistik auf knapp 2,2 Millionen Kubikmeter. Dies entsprach einem Anteil von 45 Prozent; 2003 habe der Anteil noch 70 Prozent betragen.
Die steigende Bedeutung von Energieholz führt das Bundesamt auf die wachsende Nachfrage nach Holz als erneuerbare Energiequelle zurück.
Kanton Bern grösster Waldholzproduzent
Zwei Drittel des geernteten Holzes stammen von Nadelbäumen. In drei der fünf grössten Waldkantonen, namentlich in Bern, dem Wallis und dem Tessin, hat die Menge an geerntetem Holz um 8,2 bis 37 Prozent zugenommen, während sie in Graubünden und dem Kanton Waadt zurückging. Mit 0,96 Millionen Kubikmetern führt der Kanton Bern die Rangliste der grössten Waldholzproduzenten an, gefolgt von der Waadt, Zürich, Graubünden und dem Aargau.
Regional unterscheidet sich gemäss Mitteilung auch die Zusammensetzung der Holzernte: Während in Bern, der Waadt und St. Gallen im Jahr 2025 mindestens die Hälfte der Erntemenge aus Stammholz bestand, machte in Zürich und im Aargau Hackholz rund 45 Prozent der Holzernte aus. In Graubünden entfielen sogar rund 60 Prozent der Erntemenge auf Stammholz.
Auch zwischen privaten und öffentlichen Wäldern zeigte sich eine gegensätzliche Entwicklung: Private Waldeigentümerinnen und -eigentümer ernteten 2025 mit 1,7 Millionen Kubikmetern 6 Prozent mehr Holz als im Vorjahr, während die Erntemenge in öffentlichen Wäldern um 1,3 Prozent auf knapp 3,2 Millionen Kubikmeter zurückging. (pb/mgt/sda)