09:05 BAUBRANCHE

Quartalsbericht 1/2021: Fundament ist für Erholung gelegt

Teaserbild-Quelle: Stefan Schmid

Das Schweizer Bauhauptgewerbe kann aufgrund der Vorgaben in den ersten drei Monaten eine stabile Auftragslage erwarten. Der Wohnbau zeigte sich krisenresistent, die Industrie investierte kräftig. Auch der Bürobau legte zu. Die Gesamtwirtschaft verleiht der Baukonjunktur allerdings wohl erst in den nächsten Quartalen zusätzlichen Auftrieb.

Beim Schweizer Bauhauptgewerbe dürfte sich die Erholung weiter fortsetzen. In den ersten drei Monaten erhöhte sich die geplante Summe für Hochbauprojekte im Vergleich zum Vorjahresquartal kräftig um 14,6 Prozent, zum Vorquartal legte sie um 5,7 Prozent zu. Die Zahl der Gesuche für Hochbauten schnellte in einer ähnlichen Grössenordnung in die Höhe wie im Schlussquartal (+19,5 %) und erreichte einen neuen Rekordwert der letzten zehn Jahre. Aufgrund der Zahlen zu Gesuchen und Bausumme des 1. Quartals können alle drei Sprachregionen mit besseren Aussichten für die Baukonjunktur rechnen.

Mietwohnbau behauptet sich

In der Corona-Krise hat Wohnen als Grundbedürfnis an Bedeutung gewonnen. Trotz der Veränderungen bei den Wohnbedürfnissen waren Investoren von hypothekenfinanzierten Renditeliegenschaften wegen der Unsicherheiten im Corona-Jahr vorsichtiger, nicht zuletzt weil eine Zunahme des Leerwohnungsbestands wegen einer rückläufigen Zuwanderung befürchtet wurde.

Die Zurückhaltung zeigte sich bei der im Jahr aufgelaufenen Summe für den Bau von Mehrfamilienhäusern (MFH), die sich per Ende Jahr 5,5 % Prozent unter dem Vorjahresniveau befand, und zwar trotz der ausserordentlichen Zunahme der geplanten Investitionen im Schlussquartal. Und der Wanderungssaldo erhöhte sich laut Schätzungen der Credit Suisse 2020 sogar auf 62 000 von 53 200 Personen im Jahr davor, vor allem weil die Zahl der Wegzüger zurückging (-12,1%). Die Zahl ausländischer Neuzuzüger reduzierte sich um 2,6 Prozent. Die Leerstände nahmen zwar leicht zu, doch blieben die eingenommenen Mieten nahezu unverändert, wie das Immobilienberatungsunternehmen Iazi im «Swiss Property Benchmark» feststellte.

Insgesamt hat sich laut Iazi-Chef Donato Scognamiglio der Immobilienmarkt als krisenresistent erwiesen. Allerdings drückte die Krise leicht auf die Performance von Immobiliendirektanlagen. Per Ende 2020 lag der Wertzuwachs bei 5,8 Prozent nach 6,2 Prozent im Jahr davor. Gleichwohl dürfte die Zuversicht von Dauer sein. Zwar konnte im 1. Quartal die geplante Summe für Wohnbauprojekten im MFH-Segment nicht mehr an die Vorgabe des Schlussquartals anknüpfen. Doch erhöhte sich laut Zahlen der Docu Media Schweiz GmbH die Bausumme im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 4,8 Prozent.

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