12:18 BAUBRANCHE

Preiswachstum beim Wohneigentum hielt auch im 2023 an

Teaserbild-Quelle: jelep, pixelio

Die Preise für Wohneigentum sind in der Schweiz im vierten Quartal 2023 weiter gestiegen, während bei Einfamilienhäusern eine Seitwärtsbewegung feststellbar ist.  Dies zeigen aktuelle Zahlen des Beratungsunternehmens Fahrländer und Partner (FPRE) Über das gesamte Jahr gesehen, erhöhten sich die Preise bei den Eigentumswohnungen aber auch bei den Einfamilienhäusern in allen Segmenten.

Die Preise für Einfamilienhäuser in der Schweiz bewegen sich laut FPRE im vierten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal mit -0,2 Prozent seitwärts. Während das untere Segment leicht zulegen konnte (+0,6%), wurden im mittleren und oberen Segment stabile bis leicht rückläufige Preise beobachtet (-0,6% bzw. -0,2%). Über das gesamte Jahr 2023 gesehen verteuern sich Einfamilienhäuser im Jahresmittel um 3,8 Prozent. 

Im Gegensatz dazu legten die Preise für Eigentumswohnungen in allen Segmenten im vierten Quartal 2023 zu, mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 4,2 Prozent im gesamten Jahr. Das gehobene Segment verzeichnete 2023 den stärksten Zuwachs (+6,0%), während bei Einfamilienhäusern das untere Segment obenaus schwingt (+5,3%). 

Im aktuellen Quartal beobachtete FPRE einen Preisrückgang bei Einfamilienhäusern des mittleren Segments: In den Grossregionen Ostschweiz, Zürich und Südschweiz (je -1,3%) war er am stärksten, derweil legten die Regionen Jura (+1,3%) sowie Genfersee (+0,7%) nur leicht zu. Über das gesamte Jahr 2023 betrachtet stiegen die Preise in allen Grossregionen um 2,5% (Region Basel) bis 6,2% (Region Jura). 

«Aus dem Neubaubereich sind auch 2024 keine grossen Impulse zu erwarten» 

Die Unsicherheit über die zukünftige finanzielle Situation und steigende Lebenshaltungskosten im Jahr 2024 veranlassten potenzielle Wohneigentümer zu gewisser Zurückhaltung, was Bremsspuren bei den Einfamilienhäuserpreisen gegen Jahresende andeuteten, heisst es in der der Medienmitteilung von FPRE.  Denoch erwarten die Fachleute des Beratungsunternehmens für 2024 und 2025 weiter steigende Preise. 

«Mittelfristig ist mit weiter steigenden Preisen von Wohneigentum zu rechnen, denn die Nachfrage ist weiterhin hoch, und aus dem Neubaubereich sind auch 2024 keine grossen Impulse zu erwarten», resümiert Stefan Fahrländer, Partner bei FPRE. «Im gehobenen Segment sind aufgrund der hohen Preise und der Zurückhaltung der Haushalte gewisse Probleme zu erwarten, aber auch in diesem Segment ist kaum mit rückläufigen Preisen zur rechnen.» (mgt/mai)

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