12:07 BAUBRANCHE

Pilotprojekt in Zürich: Gefärbte Strassenbeläge für Hitzeminderung?

Teaserbild-Quelle: Albi Massalongo

Im Rahmen der «Fachplanung Hitzeminderung» führt das Tiefbauamt der Stadt Zürich an der Roggenstrasse im Kreis 5 ein Pilotprojekt durch. Während einem Jahr wird untersucht, wie sich unterschiedlich gefärbte Strassenbeläge auf die Oberflächentemperatur auswirken.

Das Pilotprojekt wird an der Roggenstrasse im Kreis 5 in Zürich-West durchgeführt.

Quelle: Albi Massalongo

Das Pilotprojekt wird an der Roggenstrasse im Kreis 5 in Zürich-West durchgeführt.


Strassen und Trottoirs machen in der Stadt Zürich einen wesentlichen Teil des öffentlichen Grunds aus. Die dunklen Asphaltoberflächen absorbieren viel Sonnenenergie, erwärmen sich und speichern die Wärme des Tages. Dieser Effekt werde durch die Klimaerwärmung verstärkt, wie das Tiefbauamt der Stadt Zürich in einer Mitteilung von Donnerstag schreibt.

Im Rahmen der Umsetzung der «Fachplanung Hitzeminderung» – die im Mai 2020 erstmals vorgestellt wurde – führt das Tiefbauamt nun an der Roggenstrasse im Kreis 5 ein Pilotprojekt durch. Dabei wird der Strassenbelag unterschiedlich eingefärbt, um zu untersuchen, welche Auswirkungen die Farbe auf die Oberflächentemperatur hat.

Helle und dunkle Strassenbeläge

Im Rahmen des Projekts wurden bereits neue Beläge eingebaut und die rund 110 Meter lange Roggenstrasse in Zürich-West in drei Flächen unterteilt. Die erste dient als Referenzfläche, die aus herkömmlichem, dunklen Asphalt besteht. Die beiden anderen Flächen wurden um unterschiedlich helle Beläge ergänzt, die sich in Farbe und Zusammensetzung unterscheiden.


Im Rahmen des Pilotprojekts werden die Hitze-Auswirkungen unterschiedlicher Strassenbeläge untersucht.

Quelle: Albi Massalongo

Im Rahmen des Pilotprojekts werden die Hitze-Auswirkungen unterschiedlicher Strassenbeläge untersucht.


Zur Beobachtung der Temperatur werden während gut eines Jahres verschiedene Messungen im Strassenkörper durchgeführt, wie das Tiefbauamt weiter mitteilt. Kameras und eingelassene Sonden werden die Oberflächentemperatur und Wärmespeicherung der Beläge aufzeichnen. Erste aufschlussreiche Resultate sollen voraussichtlich nach dem Sommer 2021 vorliegen. Die Kosten für das Pilotprojekt belaufen sich auf rund 200‘000 Franken.

Lösungen für Überhitzung der Stadt Zürich

Die Stadt arbeitet an Lösungen für das Problem der Überhitzung in Zürich. Dadurch soll die Lebensqualität in Zürich verbessert und die Gesundheit der städtischen Bevölkerung aktiv geschützt werden. Die Publikation «Fachplanung Hitzeminderung» zeigt die wichtigsten Handlungsfelder auf und entwickelt konkrete Handlungsansätze für die Stadt sowie für Planende und Bauende. (mgt/pb)

Weitere Informationen zur Publikation «Fachplanung Hitzeminderung» unter: 
baublatt.ch/baupraxis/fachplanung-hitzeminderung-weniger-hitze-in-der-stadt-zuerich-29598

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