08:09 BAUBRANCHE

Pilotanlage auf San Bernardino: Astra testet Stromproduktion an Autobahn

Geschrieben von: Kevin Weber (kev)
Teaserbild-Quelle: Bundesamt für Strassen

Das Bundesamt für Strassen (Astra) will bis 2030 die Eigenproduktion von erneuerbaren Energien fördern. Erste Erkenntnisse soll hierzu eine Testanlage an der A13 auf der Südrampe des San Bernardinos liefern.

Solaranlage San Bernardino

Quelle: Bundesamt für Strassen

Photovoltaik trifft auf Nationalstrasse: Die Pilotanlage des Bundesamt für Strassen an der Südrampe des San Bernardinos.

In einem Blogeintrag liess das Bundesamt für Strassen (Astra) jüngst verlauten, dass entlang der Schweizer Nationalstrassen «ein grosses Potenzial» an Strom schlummere, das mit Photovoltaikanlagen an Lärmschutzwänden und Mauern erschlossen werden könnte.

Die Erkenntnis ist nicht neu, denn im Rahmen der Umsetzung des «Klimapakets Bundesverwaltung» will das Astra die Eigenproduktion von erneuerbarer Energie erhöhen und bis ins Jahr 2030 35 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr selber produzieren, wie es schreibt.

90 Quadratmeter grosse Flächen

Diesen Sommer wurde an der A13 im Kanton Graubünden deshalb eine entsprechende Pilotanlage in Betrieb genommen. Auf der Südrampe des San Bernardinos sind bei der Galerie Cozz an einer Wandmauer Solarpanels montiert worden.

Diese zweimal 90 Quadratmeter grossen Flächen seien mit unterschiedlichen Photovoltaikmodulen ausgestattet worden, schreibt das Astra. Im Endausbau solle noch ein drittes Feld hinzukommen, sodass insgesamt drei je 20 Meter lange Felder zur Verfügung stehen werden.

Strom nur für Eigenproduktion

Die Anlage soll dem Astra erste Erfahrungen in Sachen eigener Stromproduktion liefern. Weiter wolle man Erkenntnisse mit verschiedenen Photovoltaikmodulen, Montageformen und Oberflächenbeschichtungen sammeln, so das Astra. «Geplant ist, dass wir auf dem gesamten Abschnitt zwischen Ghiffa und Isola auf einer Länge von rund sechs Kilometern Solarpanels montieren.» Damit könnte jährlich insgesamt zwei Gigawattstunden Strom produziert werden.

Der Strom, welcher durch das Astra produziert wird, dürfe aus rechtlichen Gründen nur für den Eigenbedarf verwendet werden und sollte möglichst dort produziert werden, wo er auch gebraucht wird. «Wenn mehr produziert wird als direkt gebraucht, wird überschüssiger Strom in eine Sub-Bilanzgruppe Bund eingespeist, um ihn beispielsweise für einen weiter entfernten Tunnel der Nationalstrasse zu verwenden», schreibt das Astra weiter.

Ab hier ist dieser Artikel nur noch für Abonnenten vollständig verfügbar.

Jetzt einloggen

Sie sind noch nicht Abonnent? Übersicht Abonnemente

Geschrieben von

Redaktor Baublatt

E-Mail

Auch interessant

Anzeige

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.