11:56 BAUBRANCHE

Nidwaldner Regierung will keine staatliche Wohnungstauschplattform

Teaserbild-Quelle: Philippe Leone, Unsplash

Der Nidwaldner Regierungsrat lehnt die Forderung nach einer kantonalen Vermittlungs- und Tauschplattform für Wohnraum ab. Er möchte stattdessen auf geeignete Rahmenbedingungen setzen, um Wohnraum zu fördern. Zudem gebe es bereits etablierte Tauschplattformen. 

Die Forderung stammt aus einem Postulat von Landrat Christof Gerig (Mitte, Oberdorf) und Mitunterzeichnenden. Sie verlangten, dass der Kanton eine Vermittlungs- und Tauschplattform für Wohnraum schafft und weitere Massnahmen zur besseren Nutzung des bestehenden Wohnraums ergreift. So sollten etwa Menschen, die in grösseren Wohnungen leben und in kleinere ziehen wollen, ebenso Unterstützung erhalten wie Familien, die auf der Suche nach mehr bezahlbarem Wohnraum sind.

Der Regierungsrat teilt in seiner am Freitag veröffentlichten Antwort die Ansicht, dass der Wohnungsmarkt aktuell – gleich wie in vielen anderen Regionen der Schweiz – angespannt ist. Der Kanton solle aber nicht direkt Einfluss nehmen, wie die Bevölkerung ihren Wohnraum nutze. «Dies wäre ein unangemessener staatlicher Eingriff in die Eigentumsfreiheit und Privatsphäre», hält Landammann und Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger (Mitte) fest.

Begrenzte Wirkung staatlicher Angebote

Zusätzliche staatliche Informations-, Beratungs- oder Vermittlungsangebote dürften den Entscheid über einen Wohnungswechsel nur sehr begrenzt beeinflussen. Gleichzeitig wären solche Angebote mit erheblichem organisatorischem und personellem Aufwand verbunden, bei voraussichtlich geringer Wirkung. So bietet etwa Pro Senectute bereits Beratungsdienstleistungen zum Thema Wohnen für ältere Menschen an.

Weiter hielt der Regierungsrat fest, dass das Wohnungswesen in Nidwalden in erster Linie in der Zuständigkeit der Gemeinden liegt und in den vergangenen Jahren vielerorts neuer preisgünstiger Wohnraum entstanden sei oder sich in Planung beziehungsweise Umsetzung befinde. Er verweist auf das kantonale Wohnraumförderungsgesetz, das diesen Ansatz gezielt verfolgt. (pb/mgt/sda)

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