Umnutzung stillgelegter AKWs: Wollen wir strahlende Denkmäler?
Die Lebenszeit der vier Schweizer AKWs neigt sich dem Ende zu. Aber was soll danach mit den radioaktiven Anlagen geschehen? Da ein Rückbau teuer und komplex wäre, diskutieren Fachleute eine andere Idee: eine Umnutzung für andere Zwecke, oder gar die Schaffung von Denkmälern fürs Atomzeitalter.
Quelle: Julian Salinas
Seit 1984 produziert Leibstadt als jüngstes Schweizer Kernkraftwerk Atomstrom.
Geht das Zeitalter der Atomkraft zu Ende? Unser nördlicher Nachbar Deutschland hat sein letztes Kernkraftwerk vor vier Jahren stillgelegt; im Osten sind in Österreich AKWs gesetzlich verboten. Und in der Schweiz besteht seit 2017 ein Moratorium für den Bau neuer Anlagen zur Stromgewinnung aus Kernspaltung.
Die vier noch Strom produzierenden Anlagen, mit Namen Beznau I und II, Gösgen und Leibstadt, letztere als jüngste 1984 in Betrieb genommen, können voraussichtlich noch zehn bis fünfzehn Jahre weiterlaufen, doch was danach kommt, ist unklar: Die sogenannte Blackout-Initiative, welche eine Wiederzulassung von AKWs fordert, wurde vom Nationalrat vorerst an den Bundesrat zurücküberwiesen. Der Magistrat soll die Vorlage noch einmal überarbeiten, vor allem mit Blick auf die unklare Finanzierung.
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