Nidwaldner Regierung plant Erweiterung der Deponie in Ennetmoos
Die Deponie Cholwald in Ennetmoos NW soll erweitert werden. Dafür plant der Regierungsrat eine Teilrevision des Richtplans. Die öffentliche Mitwirkung startet am 1. Juli und dauert bis 31. August, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte.
In der Deponie Cholwald, die sich an der Grenze zum Kanton Obwalden befindet, werden nicht brennbare oder schadstoffbelastete Abfälle wie asbesthaltige Materialien, Aushubmaterial, Aschen oder Filterstäube entsorgt.
Die Kapazitäten der vierten Etappe der Deponie seien bald ausgeschöpft, heisst es in der Mitteilung. Um die «langfristige Entsorgung» sicherzustellen, plant der Kanton Nidwalden eine Erweiterung um eine fünfte Etappe. Dazu soll der kantonale Richtplan im Bereich Abfallplanung angepasst und öffentlich aufgelegt werden.
Die Erweiterung soll die Entsorgungssicherheit im Kanton und in der Region gewährleisten. Sie sei «von grosser Bedeutung». Ohne den Ausbau drohen laut Regierung bereits in wenigen Jahren Engpässe bei der Ablagerung von Abfällen des Typs E in der Zentralschweiz.
Die Standortevaluation habe zudem ergeben, dass die Deponie Cholwald als einziger geprüfter Standort eine «nahezu nahtlose Weiterführung des Betriebs ermögliche». Andere mögliche Standorte könnten laut Regierung frühestens in «rund 20 Jahren in Betrieb genommen werden».
Erweiterung tangiert geschützte Landschaft
Die geplante Erweiterung liegt in einem BLN-Gebiet von nationaler landschaftlicher Bedeutung. Vorgesehen sind laut Mitteilung Ausgleichsmassnahmen wie Aufforstungen, ökologische Aufwertungen und eine landschaftsverträgliche Gestaltung. Die Regierung gewichtet die langfristige Entsorgungssicherheit höher als die Eingriffe in die Landschaft. Sie beurteilt die Erweiterung als «verhältnismässig».
Die Vorlage wird nach Prüfung der Stellungnahmen dem Landrat unterbreitet. Die Genehmigung erfolgt durch den Bundesrat. (sda/mgt/pb)