12:36 BAUBRANCHE

Nullzinspolitik treibt die Preise für Wohneigentum in die Höhe

Teaserbild-Quelle: Alexander Andrews, Unsplash

Wegen der anhaltenden Nullzinspolitik hat der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin Rückenwind: So sind die Preise für Wohneigentum ersten Halbjahr 2026 erneut gestiegen. Besonders Einfamilienhäuser haben sich deutlich verteuert. Das zeigt die heute veröffentlichte Analyse von Moneypark und Pricehubble. 

Die Preise für Eigentumswohnungen legten gegenüber Ende 2025 im Durchschnitt um 2,4 Prozent zu, jene für Einfamilienhäuser sogar um 3,7 Prozent. Das geht aus einer am Mittwoch publizierten Analyse von Moneypark und PriceHubble hervor. Besonders im zweiten Quartal habe sich der Preisauftrieb deutlich beschleunigt.

Im Jahresvergleich haben sich Einfamilienhäuser schweizweit um 6,9 Prozent verteuert und Eigentumswohnungen um 5,9 Prozent. Regional zeigte sich vor allem bei Häusern ein deutlicher Unterschied: Während in der Deutschschweiz die Preise innert Jahresfrist um 8,2 Prozent stiegen, kletterten sie in der Westschweiz um 3,4 Prozent hinauf. Bei Wohnungen lagen die Zuwächse bei 6,0 respektive 5,5 Prozent.

Saron-Hypothek bei Käufern gefragt

Auch bei der Finanzierung macht sich das niedrige Zinsniveau bemerkbar, auch das geht aus der aktuellen Analyse der beiden Immobiliendienstleister hervor. Immer mehr Hypothekarnehmer setzen auf eine kurzfristige Saron-Hypothek mit variablen Zinsen. Landesweit entfielen im ersten Halbjahr 24 Prozent des von Moneypark vermittelten Hypothekarvolumens auf solche Saron-Hypotheken, nach 22 Prozent im zweiten Halbjahr 2025.

In der Deutschschweiz lag der Anteil bei 32 Prozent. Bei Neukäufen entschieden sich dort laut Studie sogar mehr als 40 Prozent für eine Saron-Finanzierung. In der Westschweiz lag der Anteil am vermittelten Saron-Volumen dagegen lediglich bei 10 Prozent. -  Beliebtestes Hypothekarprodukt blieb allerdings die zehnjährige Festhypothek mit einem Anteil von 38 Prozent. Sehr lange Laufzeiten von elf Jahren und mehr spielten mit einem Anteil von lediglich 1 Prozent kaum noch eine Rolle.

Versicherungen gewinnen Marktanteile

Bei der Wahl des Anbieters blieben Banken mit einem Anteil von 70 Prozent klar führend. Ihr Anteil sank jedoch von 74 Prozent im zweiten Halbjahr 2025. Versicherungen steigerten ihren Anteil dagegen auf 19 von zuvor 14 Prozent, während Pensionskassen auf 11 Prozent kamen

Laut Moneypark könnte sich ein Vergleich der Angebote wieder stärker lohnen: Bei zehnjährigen Festhypotheken betrage der Zinsunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Anbietergruppen in der Deutschschweiz rund 40 Basispunkte, in der Westschweiz rund 30 Basispunkte. Bei einer Hypothek über 750'000 Franken entspricht dies laut Moneypark einem Einsparpotenzial von mehreren Zehntausend Franken über die gesamte Laufzeit. (awp sda/mai)




Auch interessant

Anzeige

Firmenprofile

Stiftung Umwelt Arena Schweiz

Finden Sie über die neuen Firmenprofile bequem und unkompliziert Kontakte zu Handwerkern und Herstellern.

Reports

construction-report

Die neuen Baublatt Reports

Neben dem Report Baublatt Project Categories (ehem. Baublatt Analyse), bieten wir ab sofort zwei weitere brandneue Reports als Zusatz. Erfahren Sie hier was Baublatt Top Players und Baublatt Regional Projects zu bieten haben – wie gewohnt digital, prägnant und graphisch auf den Punkt gebracht.

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

newsico

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.