13:08 BAUBRANCHE

Neue Webplattform für Architektur aus den Jahren 1975 bis 2000

Teaserbild-Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_FC24-8400-0352 / CC BY-SA 4.0

Neben «Starchitektur» wie Jean Nouvels KKL in Luzern oder Santiago Calatravas Bahnhof Stadelhofen in Zürich legt die neue Webplattform des Schweizerischen Heimatschutzes auch auf weniger bekannte Bauten aus der Zeit zwischen 1975 und 2000. Die Datenbank umfasst rund hundert Bauwerke und macht neugierig auf mehr.

Theater am Stadtgarten in Winterthur aus der Vogelperspektive.

Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_FC24-8400-0352 / CC BY-SA 4.0

Luftaufnahme des Theaters Stadtgarten in Winterthur, um 1993.

Der Bau des Theaters am Stadtgarten in Winterthur hatte zu Beginn keinen leichten Stand. Und wohl  auch die  Architektur von Frank Krayenbühl: Der Entwurf geht auf das Jahr 1966 zurück, doch es brauchte zwei Jahre und zwei Überarbeitungsrunden bis er den Architekturwettbewerb schliesslich gewinnen konnte. Und danach verstrich über ein Jahrzehnt, bis die Bauarbeiten starteten: 1979 hob sich dann zum ersten Mal der Vorhang. Schliesslich dräute dem Haus im 2015 der Abbruch: Man wollte es damals rückbauen und mit einem rund 130 Millionen Franken teuren Kongresszentrum mit Theater ersetzen. Doch so weit kam es nicht. Der Bau, dessen Markenzeichen eine silbern schimmernde Bleihülle ist, konnte gerettet werden. Er wird nun saniert, zurzeit laufen die Arbeiten noch.

Solche Geschichten erfährt man auf der Webplattform des Schweizer Heimatschutzes zu baukulturellen Schätzen aus der Zeit zwischen 1975 und 2000: Auf www.heimatschutz.ch/1975-2000 werden neben dem Theater aktuell 104 weitere Bauten vorgestellt, die man sich auf einer Schweizer Karte anzeigen lassen kann oder als Liste, die sich je nachdem nach Architekten, Baujahr, Bautyp oder Standort sortieren lässt. Jedes Bauwerk – von der Autobahnkapelle über die Bankfiliale oder Wohnhaus bis zur Brücke – wird mit drei Bildern vorgestellt sowie einem kurzen erklärenden Text.

Touristische Attraktionen wie die Therme Vals

Unter den Bauten findet sich Bekanntes wie die Therme in Vals von Peter Zumthor, Mario Bottas Banco del Gottardo in Lugano, Santiago Calatravas Bahnhof Stadelhofen in Zürich oder Jean Nouvels KKL in Luzern. «Das baukulturelle Schaffen in der Schweiz zwischen 1975 und 2000 hatte zur Zeit seiner Entstehung auch international grosse Aufmerksamkeit auf sich gezogen», heisst es dazu auf der Seite. Einige dieser Werke seien heute touristische Attraktionen. «In seiner Breite findet die Baukultur heute allerdings noch kaum Beachtung. Die Forschung und die denkmalpflegerische Auseinandersetzung stecken erst in den Kinderschuhen», heisst es weiter.

Und so macht denn die Seite vor allem neugierig, mehr über die vorgestellten Bauten zu erfahren.  Zusätzlich liefert der Webauftritt kurz und kompakt allgemeines Hintergrundwissen zum Umfeld der Architektur in der Zeit zwischen 1975 und 2000. Unter anderem geht es um ökologische Bewegungen und die Ölkrise, um Raumplanung, Landschaftsarchitektur, Denkmalschutz und die Digitalisierung. Allerdings wird auch vieles nur angetippt – und weckt das Interesse an vertiefteren Informationen.
(mai)

Hier geht es zur Website: www.heimatschutz.ch/1975-2000


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