09:10 BAUBRANCHE

Monatsstatistik September: Zwischenhoch in garstigem Umfeld

Teaserbild-Quelle: Stefan Schmid

Die Anzeichen für eine positive Entwicklung des Schweizer Bauhauptgewerbes haben sich im September wieder etwas verbessert. Die Summe geplanter Bauprojekte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,4 Prozent, wobei der Rückgang vom Vormonat (-33,0 %) nur zum Teil kompensiert werden konnte. Die Zahl der Gesuche verbuchte ein Plus von 13,2 Prozent nach einem guten Vormonat (+13,9 %).

Pfähle werden ins Flussbett der Limmat gerammt

Quelle: Stefan Schmid

Corona dürfte beim Wohn- und Bürobau zu einer Wachstumsdelle führen. Bild: Pfähle werden ins Flussbett der Limmat gerammt als Fundament für ein Büroprovisorium.

Wohnbau mit gutem Monat 

Massgeblich ist der aufgehellte Ausblick auf den Wohnbau zurückzuführen. Die Summe für den Bau von Mehrfamilienhäusern (MFH) schwang sich wieder in den Wachstumsbereich hoch und verzeichnete immerhin ein Plus von 2,2 Prozent. Im Vormonat sah es noch düster aus, als die Segmentsumme um 36,2 Prozent einbrach. Entsprechend blieb der Dreimonatsdurchschnitt 8,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, was auch die bisherige Entwicklung widerspiegelt. Denn die per Ende September im Jahr aufgelaufene Summe (Year to Date – YTD) sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 8,3 Prozent. Falls sich das Segment im letzten Quartal nicht noch deutlich steigern kann, dürfte die Bautätigkeit des MFHSegments vor einer Abschwächung stehen. 

Beim Wohnbau setzten die Einfamilienhäuser (EFH) Impulse. Im letzten Monat erhöhte sich die Projektsumme um 25,5 Prozent, was dank guten Vorgaben im Juli und August beim Dreimonatsdurchschnitt zu einem satten Plus von 19,8 Prozent reichte. Dank einer stabilen ersten Jahreshälfte des Segments waren auch mehr Aufträge vorrätig (YTD: +8,2 %). 

Sehr volatiler Industriebau

Ebenfalls wieder bessere Zahlen vermeldete im September der Industriebau. Die geplante Bausumme erhöhte sich um 67,1 Prozent und machte den Rückgang vom August (-77,1 %) grösstenteils wieder wett. Weil während des Lockdown die Investitionen über mehrere Monate zurückgefahren wurden und auch der Start ins Jahr nur mässig gelang, reduzierte sich die YTD-Summe im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent. 

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