Mieten in Zürich um über 3 Prozent gestiegen
Die Mieten – respektive die Nettomieten (ohne Nebenkosten) - haben sich in Zürich laut aktueller Mietpreiserhebung in den letzten beiden Jahren um 3,1 Prozent pro Quadratmeter erhöht. Damit liegt der Anstieg über der allgemeinen städtischen Teuerung: Der Zürcher Konsumentenpreisindex nahm im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent zu.
Quelle: Henriue Ferreira, Unsplash
Blick auf das Oberdorf und auf das Niederdorf auf der anderen Seite der Limmat: Wer hier oder vielmehr in der Altstadt wohnt bezahlt die höchsten Mieten.
Allerdings sind die Mietpreise zwischen 2024 und 2026 weniger stark gestiegen als bei der letzten Erhebung, für die für die Jahre 2022 bis 2024 noch einen Preisanstieg um 6,5 Prozent pro Quadratmeter festgestellt worden war. Am Beispiel einer typischen Mietwohnung mit 75 Quadratmetern zeigt sich die folgendermassen: 2026 betrug die Monatsmiete - gemäss Schätzung des mittleren Mietpreises - rund 1690 Franken. Vor zwei Jahren hätte die selbe Wohnung etwa 50 Franken weniger gekostet, vor vier Jahren etwa 150 Franken weniger.
Zudem geht aus den Zahlen für die Jahre zwischen 2024 und 2026 hervor, dass die Art der Eigentümerschaft keinen Einfluss auf den Anstieg der Preise hat. Auf die Mieten an sich aber schon: Während sich keine statistischen Unterschiede beim Anstieg der Mieten zwischen gemeinnützigen Eigentümerschaften und nicht gemeinnützigen ausmachen lassen, liegen die Mieten bei gemeinnützigen Wohnungen weiterhin auf einem tieferen Preisniveau. Für eine gemeinnützige Wohnung bezahlt man zwischen 2024 und 2026 zwischen etwa 1150 Franken Monatsmiete, nicht gemeinnützig 1990 Franken: ein Preisunterschied von monatlich 840 Franken.
Teurere Neubauten, günstigere Altbauten
Die Mieten für Neubauten und ältere Gebäuden unterscheiden sich ebenfalls. Laut dem Statistik Zürich dürfte dies unter anderem mit dem Anstieg der Wohnbaupreise in den letzten Jahren zusammenhängen: Umso länger das Mietverhältnis schon besteht, umso tiefer die Miete. Die typische Wohnung kostet in einem nicht gemeinnützigen Neubau ungefähr 2910 Franken pro Monat, bei einer Mietdauer zwischen drei und zehn Jahren sind es rund 2090 Franken. Auch die Mieten in gemeinnützigen Neubauwohnungen sind teurer als jene in älteren Gebäuden, allerdings fallen die Preisunterschiede geringer aus.
Am teursten Wohnen in der Altstadt, am günstigsten in Affoltern
Auch der Wohnort wirkt sich auf die Höhe der Miete aus, was den grösseren, nicht gemeinnützigen Markt betrifft: Die teuersten Mietwohnungen (pro Quadratmeter) befinden sich in der Alstadt, in Riesbach sowie in Oberstrass. Am günstigsten sind hingegen Affoltern, Leimbach und Schwamendingen. So kostet eine durchschnittliche, von einer nicht gemeinnützigen Eigentümerschaft vermietete Wohnung in der Altstadt monatlich rund 1200 Franken mehr als in Affoltern. Die nicht gemeinnützigen Mieten entsprechen in Oerlikon und Wiedikon am ehesten dem städtischen Durchschnitt. Die grössten Preissteigerungen seit 2024 gab es im nicht gemeinnützigen Wohnungsmarkt in Oberstrass; am geringsten waren sie in Affoltern.
Satistik Stadt Zürich schätzt seit 2022 im Rahmen der Mietpreiserhebung alle zwei Jahre die Bestandsmieten für die Stadt Zürich. Alle Zahlen in dieser Medienmitteilung beziehen sich auf die Nettomieten (ohne Nebenkosten). (mai/mgt)