Konjunkturaussichten für die Schweiz hellen sich weiter auf
In der Schweiz haben sich die Wirtschaftsaussichten im Juli gemessen am Konjunkturbarometer des KOF Instituts weiter verbessert: Im Juli stieg das das KOF-Konjunkturbarometer gemäss dem KOF Institut der ETH Zürich um 1,4 Punkte auf 103,5 Punkte. - Positive Signale kamen unter anderem aus dem Baugewerbe sowie von den Finanz- und Versicherungsdienstleistern.
Damit hat sich der Frühindikator nach dem Rückfall im März auf 95 Punkte weiter erholt und notiert wie im Vormonat wieder über 100 Punkten. Der Iran-Krieg hatte zwischenzeitlich für einen Dämpfer gesorgt. Das Juli-Barometer fiel damit deutlich über den Erwartungen aus. Von der Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten mit Werten zwischen 99,0 bis 102,5 Punkten gerechnet.
"Die Aussichten für die Finanz- und Versicherungsdienstleister, die übrigen Dienstleistungen, das Baugewerbe sowie das Verarbeitende Gewerbe hellen sich allesamt auf", schreiben die KOF-Ökonomen. Die Indikatoren der Auslands- und Konsumnachfrage seien derweil fast unverändert.
Innerhalb des Produzierenden Gewerbes (Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) entwickeln sich insbesondere die Einschätzungen zur Wettbewerbssituation, der Ertragsentwicklung, den Produktionshemmnissen sowie der allgemeinen Geschäftslage positiv. Etwas weniger gut werden die Vorproduktehaltung und Produktionstätigkeit bewertet.
Positive Signale auch aus der Elektroindustrie sowe aus dem Fahrzeug- und Maschinenbausektor
In den Unterbranchen des Verarbeitenden Gewerbes trüben sich die Aussichten in der Textilindustrie sowie im Bereich Holz, Glas, Steine und Erden ein. Positive Signale gibt es hingegen aus der Elektroindustrie und aus dem Fahrzeug- und Maschinenbausektor.
Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein sogenannter vorlaufender Sammelindikator. Es basiert auf einer Vielzahl von Indikatoren und soll anzeigen, wie sich die Schweizer Konjunktur in der nahen Zukunft entwickelt. (awp sda / mai)