14:42 BAUBRANCHE

Hohe Energiepreise treiben Inflation in der Eurozone nach oben

Teaserbild-Quelle: Nick Brunner, Unsplash

Wegen hohen Energiepreisen ist die Inflation in der Eurozone respektive in den Ländern mit Euro-Währung auf den höchsten Stand seit drei Jahren geklettert. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im September um 3,8 Prozent zu. Dies teilte das Statistikamt Eurostat heute Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Eine erste ist wie erwartet bestätigt worden.

Im August hatte die Inflationsrate bei 3,2 Prozent gelegen, im Juli noch bei 2,9 Prozent. Damit steigt die Teuerung  immer stärker über das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Ziel von mittelfristig zwei Prozent, bei dem die EZB die Preisstabilität als gewährleistet ansieht. Zuletzt hatte die Notenbank die Leitzinsen im September wegen der erhöhten Inflation angehoben. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins stieg um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent.

Starker Preistreiber war Energie: Im September hat sich der Anstieg der Energiepreise erneut beschleunigt. Hier meldet Eurostat ein Plus von 18,9 Prozent im Jahresvergleich. Hintergrund sind die Folgen des Kriegs zwischen dem Iran und den USA mit einer Behinderung von Öltransporten aus den Fördergebieten am Persischen Golf. Eine nachhaltige Öffnung der Strasse von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht.

Kernrate der Inflation legte weniger stark zu

Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, legte hingegen weniger stark zu. Sie stieg wie erwartet von 2,4 Prozent im Vormonat auf 2,5 Prozent.

In Deutschland war die Inflationsrate laut dem europäischen Verbraucherpreisindex HVPI im September ebenfalls deutlich gestiegen, auf 3,3 Prozent. Besonders stark war die Teuerung in Spanien, wo die Rate auf 5,0 Prozent stieg. In Italien kletterte sie auf 4,2 Prozent und in Frankreich auf 3,4 Prozent. (awp sda dpa / awp)


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