Rechnungskontrollen: Suva spart 123 Millionen Franken ein
Die Suva hat 2025 bei der Kontrolle von rund 2,9 Millionen Rechnungen 123 Millionen Franken eingespart. Die Heilkosten beliefen sich laut dem Unfallversicherer auf 1,34 Milliarden Franken und lagen damit rund sechs Prozent über dem Vorjahr.
Konkret wiesen 297'000 der geprüften Rechnungen für medizinische und therapeutische Leistungen Fehler oder Ungenauigkeiten auf, wie die Suva am Dienstag mitteilte. Das entspricht 10,4 Prozent. Dazu gehörten doppelte Rechnungen, falsch verrechnete oder nicht versicherte Leistungen sowie Abrechnungen für bereits abgeschlossene Fälle. Vereinzelt seien auch nicht erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt worden.
Die Suva setzt bei der Rechnungskontrolle nach eigenen Angaben auf das Fachwissen ihrer Mitarbeiter, aber auch auf automatisierte Prüfungen. So können laut dem Unfallversicherer heute drei Viertel der Rechnungen automatisch verarbeitet werden. Erkennt das System eine Auffälligkeit, wird der Fall zur Kontrolle an die Heilkostenspezialisten weitergeleitet.
Dadurch liessen sich Fehler früh erkennen und die Mitarbeitenden könnten sich gezielt auf Fälle konzentrieren, die eine vertiefte Prüfung erfordern, so die Suva. Die automatisierten Prüfungen werden laufend weiterentwickelt.
Höhere Prämien ohne Kontrolle
Laut Michael Widmer, Leiter Heilkostenmanagement, wären die Prämien für die bei der Suva versicherten Betriebe ohne diese Kontrollen im Schnitt «rund drei Prozent höher». Bei der Rechnungskontrolle gehe es nicht darum, Leistungen einzuschränken, sondern darum, dass die richtigen Leistungen zum korrekten Preis abgerechnet würden. Die grosse Mehrheit der Ärzte, Spitäler und Therapeuten rechne korrekt ab, betont Widmer.
Die Suva mit ihrem Hauptsitz in Luzern versichert laut eigenen Angaben über 2,2 Millionen Berufstätige gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. (sda/mgt/pb)