Engelberg OW lehnt Windpark im Brunnigebiet ab
Der Gemeinderat von Engelberg lehnt den Vorschlag des Kantons Obwalden ab, am Standort Schwand ein Windenergiegebiet zu schaffen. Er befürchtet, dass Windkraftanlagen den Tourismus im Brunni beeinträchtigen können.
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Blick auf Engelberg OW: Der Gemeinderat lehnt den Vorschlag des Kantons ab, am Standort Schwand ein Windenergiegebiet zu schaffen.
Der Regierungsrat sieht vor, im Richtplan das Windenergiegebiet Schwand festzusetzen. Dieses erstreckt sich von Gschneit und Turnegg über Ristis bis in die Gebiete Brunnihütte, Steghalten und Spisboden. Das Gebiet sei für Freizeit und Tourismus von grosser Bedeutung, erklärte der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Windenergieanlagen würden die Attraktivität Engelbergs als Wohn- und Tourismusort erheblich beeinträchtigen, heisst es. Der Gemeinderat zweifelt zudem daran, dass sich diese mit den Zielen des regionalen Landschaftsschutzgebiets vereinbaren lassen. Eine Aufweichung des Landschaftsschutzes zugunsten der Windenergienutzung lehnt er ab.
Kein Gebiet für Photovoltaik vorgesehen
Die vom Regierungsrat vorgesehenen Richtplaneinträge für die Wasserkraft an der Engelberger Aa sowie am Bären- und Eugenibach begrüsste der Gemeinderat «grundsätzlich». Ablehnend gegenüber steht der Gemeinderat dagegen der Wasserkraftnutzung im Gebiet Firnalpelibach und Gorisegg/Windegg. Dieses werde als Natur- und Erholungsgebiet sehr geschätzt, heisst es in der Mitteilung.
Positiv beurteilt wird zudem, dass in Engelberg kein Gebiet für eine Photovoltaikanlage von nationalem Interesse vorgesehen ist. Der Gemeinderat fordert aber, im Richtplan festzuhalten, dass Anlagen zur Nutzung erneuerbaren Energien nur mit Zustimmung der Standortgemeinde und der betroffenen Grundeigentümer realisiert werden könnten. (pb/mgt/sda)