14:23 BAUBRANCHE

KOF-Beschäftigungsindikator sinkt leicht, Aussichten bleiben positiv

Teaserbild-Quelle: planet_fox, Pixabay-Lizenz

Auch wenn der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH im dritten Quartal 2023 leicht sinkt, bleibt er im klar positiven Bereich. Die Eintrübung der Beschäftigungsaussichten betrifft nur einzelne Branchen, die stärker von der Weltwirtschaftsentwicklung beeinflusst werden. Insgesamt rechnet man bei der KOF weiterhin mit einer positiven Beschäftigungsentwicklung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.

Nachdem der KOF-Beschäftigungsindikator im zweiten Quartal 2022 seinen Höchststand erreicht hat, befindet er sich in einer langsamen Abnahmetendenz. Für das dritte Quartal 2023 verzeichnet der KOF Beschäftigungsindikator einen Wert von 10.5 Punkten, er rangiert damit beinahe 6 Punkte unter dem Höchstwert vom zweiten Quartal 2022. Trotzdem präsentiert sich die Lage laut KOF weiterhin erfreulich: Der  Beschäftigungsindikator liegt nach wie vor deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 1.0 Punkten.

Der Beschäftigungsindikator basiert auf den vierteljährlichen Konjunkturumfragen der KOF. Die Grundlage für die Auswertungen für das dritte Quartal 2023 lieferten die Antworten von etwa 4500 Unternehmen, die im Juli zu ihren Beschäftigungsplänen und -erwartungen befragt worden sind: Eine deutliche Mehrheit  von ihnen erachtet den gegenwärtigen Bestand an Beschäftigten weiterhin als zu tief. Zudem gibt es immer noch deutlich mehr Unternehmen, die die Zahl der Mitarbeitenden in den kommenden drei Monaten erhöhen möchten, als Firmen, die Stellen wollen.
Weil der KOF Beschäftigungsindikator in der Vergangenheit einen Vorlauf gegenüber der Entwicklung der Beschäftigung und Erwerbstätigkeit aufgewiesen hat, deutet der Indikator für das laufende und kommende Quartal auf eine erfreuliche Entwicklung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hin.

Binnensektoren wie die Baubranche wollen einstellen

In den meisten Branchen sind die Werte der branchenspezifischen Beschäftigungsindikatoren laut KOF weiterhin auf hohem Niveau und sie sind auch gegenüber dem letzten Quartal stabil. Dabei handelt es sich vor allem um Binnensektoren wie die Baubranche, das Gastgewerbe, aber auch den Detailhandel. Die Mehrheit der Firmen dieser Branchen rechnet im aktuellen und kommenden Quartal mit einem Stellenaufbau. Auch die Versicherungen, die ein historisch ausgeprägtes Beschäftigungswachstum in den nächsten Monaten erwarten, sind optimistisch.

Bei den Banken, im Grosshandel und dem Verarbeitenden Gewerbe sieht es weniger gut aus: Die Beschäftigten dieser auch exportorientierten Branchen dürften in den kommenden Monaten die weltwirtschaftliche Abkühlung zu spüren bekommen. So beurteilt die Mehrheit der Firmen in der Bankbranche und in der Industrie den gegenwärtigen Bestand an Beschäftigen als zu hoch und plant in den nächsten Monaten einen Beschäftigungsabbau. Im Grosshandel sinkt der Beschäftigungsindikator das zweite Mal in Folge.  (mgt/mai)

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