08:00 BAUBRANCHE

KOF-Baublatt-Ausblick: Ermutigender Jahresbeginn

Geschrieben von: KOF Institut
Teaserbild-Quelle: Fons Heijnsbroek, Unsplash

Die geplanten Bauvorhaben zeigen an, dass die nominalen Bauinvestitionen in der Schweiz im gegenwärtigen und in den kommenden Quartalen weiter ansteigen dürften. Zum Jahresbeginn blicken die Bauunternehmen zuversichtlich auf die bevorstehende Geschäftslage.

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Quelle: Fons Heijnsbroek, Unsplash

Die Bauwirtschaft nimmt wieder Fahrt auf: Die Investitionen dürften in den kommenden Quartalen weiter zulegen.

Im dritten Quartal des vergangenen Jahres haben sich die nominalen Bauinvestitionen in der Schweiz nicht weiter ausgedehnt, sondern haben ungefähr das Niveau vom zweiten Quartal gehalten. Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal (2025-Q3) entspricht dies einer Stagnation. Dies zeigen die Ende November 2025 publizierten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Gegen Jahresende, im letzten Quartal 2025, dürften die quartalsweisen Bauinvestitionen hingegen nochmals etwas Schwung aufgenommen haben und um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen sein. Weiter prognostiziert der vorliegende KOF-Baublatt-Ausblick eine zunehmende Dynamik der Bauinvestitionen in den ersten drei Quartalen 2026. Dies wird aufgrund der Bauvorhaben erwartet, die in den kürzlich eingereichten Baugesuchen und erteilten Bewilligungen angezeigt sind. Die nominalen Bauinvestitionen dürften sich im ersten Quartal 2026 um 1.1 Prozent, im zweiten Quartal 1.6 Prozent und im dritten Quartal 1.8 Prozent erhöhen (gegenüber den entsprechenden Vorjahresquartalen).

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Quelle: Baublatt/KOF/Seco

Zuversichtliche Geschäftserwartungen im Baugewerbe

Zum Jahresbeginn entwickeln sich die Geschäftslage bei den Unternehmen im Baugewerbe und verwandte Konjunkturindikatoren erfreulich. Dies zeigen die jüngsten Ergebnisse der KOF Konjunkturumfragen bei den Unternehmen im Hoch-, Tief- und Ausbaugewerbe in der Schweiz. Neben der weiterhin als gut bewerteten Geschäftslage zog zum Beispiel die Dynamik in der Nachfrage und im Auftragsbestand der Firmen merklich an. In den vergangenen Monaten verbesserte sich zudem die Ertragssituation insgesamt. Während zurzeit knapp Dreiviertel der Unternehmen eine unveränderte Ertragslage melden, spricht ein weiterer Sechstel der Firmen von einer Verbesserung in den vergangenen drei Monaten. Bei den gegenwärtigen Produktionshemmnissen erwähnen nach wie vor – unverändert seit einem Jahr – reichlich 40 Prozent der Bauunternehmen den Mangel an Arbeitskräften.

Im Hinblick auf die kommenden Monate zeigen sich die Unternehmen zunehmend hoffnungsvoller. Sowohl für die weitere Entwicklung der Geschäftslage als auch für die Nachfrage, Bautätigkeit, Beschäftigtenzahl und Ertragslage sind sie zuversichtlich – deutlicher als noch vor einigen Monaten. Mehr als 15 Prozent von ihnen erwarten, dass sich die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten verbessern wird, 77 Prozent erwarten eine gleichbleibende Geschäftslage und 7 Prozent eine ungünstigere. 

KOF-BB-A Q1

Quelle: Baublatt/KOF/Seco

Leichte Teuerung im vergangenen Jahr

Der KOF-Baublatt-Ausblick bezieht sich auf die nominalen Bauinvestitionen. Somit muss die Preisentwicklung mitberücksichtigt werden, um das damit verbundene reale Bauvolumen abschätzen zu können. In der Grafik «Baupreise» ist daher die vom Bundesamt für Statistik (BFS) halbjährlich erhobene Preisentwicklung für das Baugewerbe im Vergleich zum Vorjahr sowie der von dem KOF im Rahmen seiner regelmässigen Konjunkturumfrage in der Bauwirtschaft erhobene Saldo der Preiserwartungen für das laufende Quartal abgetragen. Mithilfe dieser Zusatzinformationen lässt sich das zu erwartende Bauinvestitionsvolumen einordnen. Sollten die Baupreise in diesem Jahr steigen, fällt die reale Entwicklung der Bauinvestitionen weniger kräftig aus, als die vom KOF-Baublatt-Ausblick prognostizierten nominalen Veränderungsraten anzeigen.

Zwischen Oktober und April 2025 sind die Baupreise in der Schweiz gemäss der jüngsten Publikation des BFS Baupreisindex leicht gestiegen (0.4%). Im Jahresvergleich entspricht dies einer Baupreisteuerung von einem Prozent (Oktober 2025 bis Oktober 2026). Somit lag die Teuerungsrate wieder leicht höher als zuvor (zweites Halbjahr 2024 und erstes Halbjahr 2025). Die Erwartungen der Bauunternehmen für ihre eigenen Preise, die mit den KOF Konjunkturumfragen erhoben werden, zeigten über längere Zeit gar keinen Aufwärtsdruck in den Preisen an. Erst in den vergangenen paar Monaten zeichnete sich mit Blick auf die Zukunft wieder leicht mehr Spielraum nach oben ab. Grösstenteils wird jedoch nach wie vor mit einer stabilen Preislage gerechnet.  (KOF)

Hintergrund der Methode

Die meisten Bauvorhaben hängen von einer staatlichen Bewilligung ab. Deshalb nutzt das KOF für den vorliegenden Ausblick Informationen über Baugesuche und -bewilligungen, die das Baublatt erhoben hat. Die angewendete Analysemethode erlaubt eine Voraussage über die zu erwartenden nominalen Bauinvestitionen der nächsten vier Quartale.

Der KOF-Baublatt-Ausblick bezieht sich auf die nominalen Bauinvestitionen, da im Baubewilligungsverfahren alle Angaben zu den geplanten Baukosten zu laufenden Preisen erfolgen. Alle Niveauangaben werden saisonbereinigt. (KOF)

Mehr Infos auf der Webseite des KOF: Baublatt-Ausblick.

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Das KOF Institut der ETH Zürich liefert fundierte Informationen im Bereich der Wirtschafts- und Konjunkturforschung. Sie erstellt eine Vielzahl von Prognosen und Indikatoren zur Konjunkturbeobachtung.

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KOF-Baublatt-Ausblick

Der KOF-Baublatt-Ausblick beziffert die zu erwartenden nominellen Bauinvestitionen der nächsten vier Quartale. Erstellt wird die Prognose von der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Die Analyse basiert auf Daten zu Baubewilligungen und -gesuchen, welche die Baublatt-Herausgeberin Infopro Digital Schweiz GmbH systematisch erhebt.

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