Jahresrückblick: Hochbau erzielt gutes Ergebnis
Die Bauwirtschaft kann aufgrund rekordhoher Hochbauinvestitionen mit einer sehr guten Auftragslage rechnen. Beim Wohnbau wird das Umbaugeschäft zum Wachstumstreiber, während die Industrie in garstigem Umfeld mit solidem Investitionsgebaren überrascht.
Quelle: Stefan Schmid
In Siedlungsräumen ist Baugrund rar. Auf dem Koch-Areal in Zürich werden aktuell Gebäude hoch-gezogen (Bild). Als Alternative für die Erstellung von Wohnungen, die modernen Nutzungsbedürfnissen entsprechen, werden vermehrt Brownfield-Projekte umgesetzt.
Das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe kann mit einem guten Jahresergebnis rechnen. Die auf Basis von Gesuchen ermittelte Hochbausumme korrigierte zwar um 4,7 Prozent, was einer Einbusse von zweieinhalb Milliarden Franken entspricht. Doch war die Abschwächung absehbar, denn per Stichtag des Vorjahres legten die Investitionen für geplante Hochbauprojekte im Vergleich zur Berichtsperiode davor um über sechseinhalb Milliarden Franken auf einen Rekordwert zu. Dieses ausserordentlich hohe Auftragsvolumen wird sukzessive abgetragen und die Auftragslage nachhaltig stimulieren.
Doch auch das aktuelle Jahresendergebnis lässt sich als Stütze der künftigen Hochbautätigkeit werten. Denn zum einen dürfte die geplante Bausumme rund drei Milliarden Franken über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre liegen. Zum anderen wird die im Jahr aufgelaufene Hochbausumme (Year to Date – YTD) 2025 voraussichtlich den zweitbesten Wert der Zeitreihe erreichen und sich per Stichtag 4. Dezember nominal bei rund 55 Milliarden Franken bewegen. Die ausserordentliche Dynamik bei der Gesuchstellung ging im Vorjahr vom Wohnbau sowie dem Industrie- und Bürobau aus. Das war in diesem Jahr nur bedingt der Fall.
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