11:04 BAUBRANCHE

Holzbautag Biel: Fassaden in Würde altern lassen

Teaserbild-Quelle: David Peters / unsplash.com

Die gestalterischen und technischen Möglichkeiten einer Holzfassade stehen im Zentrum am diesjährigen Holzbautag Biel, den die Berner Fachhochschule gemeinsam mit Lignum / Cedotec durchführt. Er findet am 16. Mai statt.

Thema am Holzbautag in Biel: Welche gestalterischen und technischen Möglichkeiten bietet eine Holzfassade? 

Quelle: David Peters / unsplash.com

Thema am Holzbautag in Biel: Welche gestalterischen und technischen Möglichkeiten bietet eine Holzfassade? 

In ihrer letzten Ausgabe beschäftigte sich die bedeutendste Fachveranstaltung der Schweizer Holzbaubranche noch mit kosteneffizienten Lösungen, wie sich der Holzbau gegenüber dem Massiv- und Stahlbau behaupten kann. Dieses Jahr steht Holz als Fassadenverkleidung im Fokus: Welche gestalterischen und technischen Herausforderungen bringt eine solche Fassade mit sich?

Bei grossen und hohen Bauwerken ist Holz als Fassadenverkleidung wieder «en vogue». Das Naturprodukt wächst, altert und wird wieder abgebaut. In diesem Kreislauf spielen Feuchtigkeit, Sonne und Mikroorganismen eine zentrale Rolle. Damit eine solche Fassade dauerhaft eingesetzt und in Würde altern kann, muss sie durch verschiedene Massnahmen geschützt werden. Genau damit befassen sich Akteure am Holzbautag Biel. Erfahrene Fachleute berichten dort, wie sich der Werkstoff dauerhaft an der Fassade einsetzen lässt.

Von Tradition und Gegenwart

Die Referate am Holzbautag Biel decken ein breites Spektrum ab und sind in einzelne Themenblocks gegliedert. Die 15-Minütigen-Vorträge werden jeweils durch eine Podiumsdiksussion ergänzt und simultan ins Deutsche oder Französische übersetzt.

  • Den Anfang macht «Typologie und Ausdruck». Darin wird Claire Bonney, BFH-Professorin für Kulturtheorie, über die Geschichte und Entwicklung von Holzfassaden sprechen. Einen Überblick im Bereich Gestaltung und Konstruktion bietet Richard Jussel, Geschäftsführer der Blumer Lehmann AG. BFH-Professor für Holzbau und Brandschutz, Hanspeter Kolb, klärt zudem über Vorschriften und Anforderungen auf.
  • Im nächsten Block geht es um «Natur und Modifikation». Hierbei wird unter anderem Thomas Volkmer, BFH-Professor für Werkstoff- und Oberflächentechnik, über die Möglichkeiten und Grenzen von Witterung und Schutzmassnahmen sprechen. Weiter wird über verschiedene Varianten von Oberflächenschutz referiert und über die Gestaltung und Modifizierung von Holzfassaden gesprochen.
  • Der Themenblock «Struktur und Konstruktion» befasst sich mit dem erfolgreichen Planen und Konstruieren der hölzernen Verkleidungen, dem traditionsreichen Bauen sowie dem Widerspruch von Design und Dauerhaftigkeit. So befasst sich Daniel Scheuber, Associate bei Roman Hutter Architektur GmbH, mit der Schindeltechnik und wie traditionellen Bauweisen heute Verwendung finden.
  • Als Abschluss geht es mit «Grenzen und Visionen» hoch hinaus: Thomas Wehrle, Bereichsleiter Spezialbau bei der Erne AG Holzbau, berichtet über Holzbauten ohne Holzfassade. Weiter berichtet ein Architekt der ETH Lausanne über Techniken, die bei historischen Gebäuden in den Walliser Alpen Anwendung fanden.

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