Cyberbande erbeutet 360 Gigabyte Daten von Holcim
Holcim ist Opfer einer Cyberattacke geworden. Eine Cyberbande erbeutete eine 360 GB schwereres Datenpaket des Baustoffkonzerns und droht damit, diese zu veröffentlichten.
Hinter dem Angriff steht die Ransomware-Gruppe Emperador, dies berichtete «Inside IT». Holcim bestätigt auf Anfrage des Fachmagazins. man habe einen «begrenzten, unbefugten Zugriff auf Daten sowie deren Entwendung festgestellt.» Was für Daten sich in dem erbeuteten Paket befinden, gibt Holcim nicht bekannt. Die industriellen Steuerungssysteme, Produktionsstandorte und Logistiknetzwerke seien jedoch nicht betroffen. Der Geschäftsbetrieb sowie die Belieferung der Kunden laufe uneingeschränkt weiter. Nach Entdeckung des Vorfalls haben die Sicherheitsexperten des Konzerns Massnahmen zur Eindämmung ergriffen und eine Untersuchung eingeleitet.
Rund 80 Angriffe von Emperador seit August
Die Bande Emperador ist laut «Inside IT» erst seit August aktiv und hat in dieser Zeit bereits rund 80 Angriffe durchgeführt. Bei einer Ransomware-Attacke setzten Cyberkriminelle auf eine doppelte Erpressungsmethode: Daten werden entwendet und gleichzeitig die Systeme der angegriffenen Organisation verschlüsselt, sodass diese ihre Daten von den Angreifern zurückkaufen müssen. Ob Holcim eine solche Lösegeldforderung erhalten hat, ist nicht bekannt. (awp sda / mai)