Bund förderte energetische Sanierungen mit 119 Millionen Franken
Mit einem Sonderprogramm hat der Bundes zwischen 2021 und 2025 die energetische Sanierung von 2413 gemeinnützigen Wohnungen gefördert, und im Zuge dessen Darlehen in der Höhe von 119 Millionen gewährt, die Gesamtinvestitionen von 533 zur Folge hatten. Wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) in seiner Auswertung schrieb, ist damit das 4,5-Fache der eingesetzten Bundesmittel investiert worden.
Die energetische Wirkung ist laut der Auswertung erheblich: So sank der Heizenergiebedarf der sanierten Gebäude demnach um 75 Prozent, was einer jährlichen Einsparung von 2650 Tonnen CO2-Emissionen entspricht. Diese Energiemenge decke den Heizbedarf von 5300 durchschnittlichen Neubauhaushalten. Die Analyse stützte sich auf die Gebäudeenergieausweise der Kantone (GEAK Plus).
Sämtliche Gebäude erfüllen nach der Sanierung die gesetzlichen Anforderungen an die Gebäudehülle von Neubauten. 95 Prozent erreichen gar den Neubaustandard bei der Gesamtenergieeffizienz. Vier von fünf Gebäuden erfüllen den Neubaustandard bei Gebäudehülle, Gesamtenergieeffizienz und direkten CO2-Emissionen. Bei 68 Prozent der Gebäude erfolgte ein Wechsel zu einem erneuerbaren Energieträger. Neu installierte Photovoltaikanlagen produzieren jährlich 1500 Megawattstunden Solarstrom.
Fonds de Roulement (FDR) unerstützte 71 Projekte in allen Sprachregionen
Das zwischen 2021 und 2025 laufende Sonderprogramm des Fonds de Roulement (FDR) unterstützte 71 Projekte in allen Sprachregionen. Im Durchschnitt investierten die gemeinnützigen Bauträger 220'000 Franken pro Wohnung. Das Programm machte ein Drittel aller in diesem Zeitraum bewilligten FDR Darlehen aus. Bei reinen Erneuerungsvorhaben betrug der Anteil sogar drei Viertel.
Die Sanierungen erfolgten grösstenteils im bewohnten Zustand. Bestehende Mietverhältnisse konnten weitergeführt werden, Leerkündigungen wurden vermieden. Dank der Zinsfreiheit der Darlehen für die ersten zehn Jahre stiegen die Mietzinse trotz der Investitionen nur moderat an. Das Sonderprogramm ist laut BWO nun abgeschlossen. (sda/mai)