13:11 BAUBRANCHE

BIM Kongress 2017: Die digitale Transformation schreitet voran

Teaserbild-Quelle: Aissa Tripodi

Ende Oktober fand in Zürich der zweite Schweizer BIM Kongress statt, der mit 1400 Teilnehmern abermals ausverkauft war. Damit hat sich der Kongress als führender Treffpunkt für Fragen der Digitalisierung der Baubranche etabliert.

Ich freue mich über das grosse Interesse», meinte Markus Weber, Präsident von «Bauen digital Schweiz» zu Beginn des zweiten BIM Kongresses in der Zürcher Maag Halle. Denn mit 1400 Teilnehmern an zwei Tagen sei der Kongress abermals ausgebucht. «Die Digitalisierung führt zu tiefgreifenden Veränderungen in derBauwirtschaft», so Weber. Künftig heisse das Motto nämlich «miteinander» statt «jeder für sich». Die Funktion des BIM Kongresses sieht er deshalb vornehmlich in der Förderung des Dialogs und der Entwicklung gemeinsamer Ziele.

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr hat «Bauen digital Schweiz» den Anlass weiterentwickelt. So fand er neu an zwei Tagen statt. Die hohe Beteiligung und die positive Resonanz zeugten vom grossen Bewusstsein für das Thema, meinte Weber: «Nachdem bis heute die Verständigung zwischen den Stakeholdern im Vordergrund stand, geht es in der nächsten Phase um die Umsetzung». «Bauen digital Schweiz» will die Baubranche dabei mit einem digitalen Marktplatz sowie analogen und digitalen Anwendungshilfen unterstützen.

«Seit letzten Jahr haben wir grosse Fortschritte gemacht», meinte Pascal Bärtschi, CEO des Kongresspartners Losinger Marazzi. Trotzdem müsse man das Verlernen lernen, «denn nur so können wir der Herausforderung begegnen», so Bärtschi. Diese seien mannigfaltig, denn Innovation werde zu einer Notwendigkeit. «Wir müssen uns aufProjekte konzentrieren, bei denen BIM einen Mehrwert bringt», meinte Bärtschi.

Neues Handbuch der EU

Der erste Block des Tages war dem Thema«Politik und Wirtschaft» gewidmet. Ilka May, stellvertretende Leiterin der BIM Task Group derEuropäischen Union, stellte dabei die Herausforderungen aus internationaler Sicht dar. «Die grossen Bauvorhaben sind jene der öffentlichen Hand und die gesamte Branche ist davon abhängig, wie sie agiert», so May. Eine gemeinsame Strategie habe es aber bisher nicht gegeben, viel eher hätten die einzelnen Staaten unterschiedliche Strategien bei der Implementierung vonBIM entwickelt. «Es braucht eine gemeinschaftliche Herangehensweise», meinte May. Doch dazu brauche es Plattformen. Eine solche ist die imApril 2016 gegründete BIM Task Group der EU, welcher 21 Staaten angehören. Bei der Gründung bekam die Gruppe den klaren Auftrag, eine gemeinschaftliche Grundlage für die Digitalisierung des Bausektors zu schaffen. Im Kern ging es dabei um die Entwicklung einer Webseite (www.eubim.eu) und eines Handbuchs, das nun vorliegt. Dieses gebe vor allem einen strategischen Rahmen vor und anhand verschiedener Beispiele wichtige Tipps, wie man die Digitalisierung am besten angeht. «Wir sind auf einer Reise und müssen die Komplexität langsam hochfahren», so May.Das gilt auch für die Bildung. «Die Digitalisierung ist eine grosse Herauforderung, die es ernst zu nehmen gilt», meinte Johannes Mure, Leiter des Ressorts Bildungssteuerung und Bildungsforschung beim Staatssekretariat für Bildung,Forschung und Innovation (SBFI). In der Schweiz sei man grundsätzlich gut aufgestellt. «Doch es wird bei der Bewältigung der Herausforderungen der Digitalisierung keine einfachen und pauschalen Lösung geben», so Mure. Deshalb hat das SBFI einen Aktionsplan Digitalisierung erarbeitet, der sich verschiedenen Themenfeldern wie der Verbesserung der digitalen Kompetenz, der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik beim Lehren und Lernen, der raschen Anpassung des Bildungssystems an die Anforderungen des Arbeitsmarktes und der verstärkten Koordination zwischen Bund und Kantonen widmet...

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Freier Mitarbeiter für das Baublatt.

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