13:01 BAUBRANCHE

Berner Bergbahnen fordern mehr Entwicklungsspielraum

Teaserbild-Quelle: Seilbahnen Schweiz

Der Klimawandel drängt die Bergbahnen im Kanton Bern zu Veränderungen. Die Entwicklung geht vielerorts vom Winter- zum Ganzjahresgeschäft. Doch lange Bewilligungsverfahren und enge raumplanerische Vorgaben erschweren aus Sicht des Verbandes Berner Bergbahnen die Transformation.

Der Klimawandel verringert die natürliche Schneesicherheit und erschwert die Planbarkeit der Wintersaisons, wie der Verband in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Besonders für kleinere und tiefer gelegene Gebiete nehme die Bedeutung von Sommerangeboten und ganzjährigen Ertragsquellen zu.

Dies geht auch aus dem Bericht zu einem Forschungsprojekt hervor, das die Berner Bergbahnen zusammen mit der Universität Bern, der Wyss Academy for Nature und be-advanced durchführten.

Die Veränderungen würden durch zunehmend komplexe, langwierige und kostenintensive Planungs -und Bewilligungsverfahren erschwert. Dies etwa, weil viele Vorhaben ausserhalb der Bauzone oder in landwirtschaftlich sensiblen Räumen liegen, heisst es beim Verband.

Verlässliche und zielgerichtete Verfahren

Gleichzeitig seien zusätzliche touristische Angebote wie Erlebniswege, Biketrails oder Aussichtsplattformen häufig dort sinnvoll, wo sich bereits Gäste aufhielten. Das sei etwa bei bestehenden Anlagen, Stationen oder in schon heute intensiv touristisch genutzten Gebieten der Fall.

In bereits ausgeschiedenen und intensiv touristisch genutzten Gebieten soll der Weiterentwicklung touristischer Angebote gegenüber zusätzlichen Schutzinteressen «angemessen Rechnung getragen werden», fordert der Bergbahnenverband.

Er strebt nach eigenen Angaben keine pauschale Lockerung des Raumplanungs- oder Umweltrechts. Notwendig seien vielmehr klarere, verlässlichere und zielgerichtete Verfahren, die Schutzinteressen, Klimaanpassung und touristische Entwicklung frühzeitig und verbindlich miteinander in Einklang bringen.

Flucht vor der Hitze in die Berge

Die aktuelle Sommersaison verläuft laut Verband «sehr erfreulich». Nach einer eher nassen und kühlen ersten Maihälfte folgten ein heisser Juni und Juli. Viele Gäste suchten Abkühlung in den Bergen.

Im Berner Oberland liegen die Ersteintritte aktuell rund 29 Prozent über dem Vorjahr, wie der Verband schreibt. Die Berner Bergbahnen sind der Dachverband von 74 Seilbahnunternehmen aus dem Kanton. (sda/pb)

Auch interessant

Anzeige

Firmenprofile

Huber-Bautechnik AG

Finden Sie über die neuen Firmenprofile bequem und unkompliziert Kontakte zu Handwerkern und Herstellern.

Reports

construction-report

Die neuen Baublatt Reports

Neben dem Report Baublatt Project Categories (ehem. Baublatt Analyse), bieten wir ab sofort zwei weitere brandneue Reports als Zusatz. Erfahren Sie hier was Baublatt Top Players und Baublatt Regional Projects zu bieten haben – wie gewohnt digital, prägnant und graphisch auf den Punkt gebracht.

Dossier

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten
© James Sullivan, unsplash

Spannendes aus Print und Online für Abonnenten

Dieses Dossier enthält die Artikel aus den letzten Baublatt-Ausgaben sowie Geschichten, die exklusiv auf baublatt.ch erscheinen. Dabei geht es unter anderem um die Baukonjunktur, neue Bauverfahren, Erkenntnisse aus der Forschung, aktuelle Bauprojekte oder um besonders interessante Baustellen.

Bauaufträge

Alle Bauaufträge

Newsletter abonnieren

newsico

Mit dem Baublatt-Newsletter erhalten Sie regelmässig relevante, unabhängige News zu aktuellen Themen der Baubranche.