Schwyz beantragt 2,5 Millionen Franken für neue Busdrehscheibe Brunnen
Der Schwyzer Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Beitrag von 2,493 Millionen Franken an den Umbau der Busdrehscheibe Brunnen. Die Gemeinde Ingenbohl plant, das gesamte Bahnhofareal für insgesamt 23,453 Millionen Franken neu zu gestalten.
Quelle: Dome Visual GmbH
Grüner, barrierefrei und sicherer: So soll das Bahnhofsareal in Brunnen SZ in wenigen Jahren aussehen.
Mit dem Projekt «Bahnhofareal – Drehscheibe öffentlicher Verkehr» will die Gemeinde Ingenbohl das Areal den heutigen Anforderungen anpassen und gleichzeitig die Behindertengleichstellungsgesetzgebung umsetzen, wie die Schwyzer Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.
Von den Gesamtprojektkosten entfallen nach Abzug des Bundesbeitrags aus dem Agglomerationsprogramm rund 6,233 Millionen Franken auf die neue Busdrehscheibe. Der Kanton beteiligt sich daran mit 40 Prozent, woraus sich der Beitrag von 2,493 Millionen Franken ergibt. Die Ausgabenbewilligung des Kantons steht laut Mitteilung unter dem Vorbehalt, dass die Ingenbohler Stimmberechtigten der Erhöhung zustimmen.
Vier Bushaltekanten als Herzstück
Die Stimmberechtigten von Ingenbohl hatten das Projekt am 9. Februar 2025 mit einer Ausgabenbewilligung von 17,52 Millionen Franken genehmigt. Weil sich im Rahmen der öffentlichen Arbeitsausschreibungen zeigte, dass diese Summe nicht ausreicht, soll die Ausgabenbewilligung nun auf 23,453 Millionen Franken erhöht werden. Darüber entscheiden die Stimmberechtigten von Ingenbohl noch an der Urne.
Herzstück des neuen Bahnhofareals bilden gemäss Mitteilung die vier als Insel konzipierten Bushaltekanten. In Verbindung mit den Kreiseln Bahnhof und Wylen sollen sie von allen Hauptverkehrsrichtungen direkt angefahren werden können. Geplant sind zudem witterungsgeschützte Wartebereiche mit Sitzplätzen sowie ein zeitgemässes Fahrgastinformationssystem.
Weiter soll die Anschlagshöhe von 22 Zentimetern auf allen vier Haltekanten sichergestellt werden, was ein hindernisfreies Ein- und Aussteigen ohne Rampen ermöglicht. Westlich der Park+Ride-Anlage entsteht zusätzlich eine ungedeckte Haltekante für zwei Busse, die für den Bahnersatzverkehr sowie als Reserve dient.
Die Bauarbeiten zum neuen Bahnhofareal haben Ende August 2026 begonnen. Bis die Erhöhung der Ausgabenbewilligung von den Stimmberechtigten genehmigt ist, laufen gemäss Mitteilung ausschliesslich Vorbereitungsarbeiten sowie die Sanierung der Bahnhofstrasse, deren Kosten der Kanton trägt. Bei einer Zustimmung sollen die Hauptarbeiten Mitte Dezember 2026 beginnen. Die neue Busdrehscheibe soll Ende 2028 in Betrieb gehen. (mgt/pb)
Quelle: BD
Visualisierung: Die künftigen Wartebereiche bieten Schutz und Sitzplätze.