Bauwirtschaft Zürich: Auftragslage bleibt intakt
In der Region korrigierte die Hochbausumme nach dem
Rekordwert im Vorjahr. Doch die Investitionen in Mehrfamilienhäuser bewegten
sich nahe am Durchschnitt. Industrie und Gewerbe planen hohe Bauinvestitionen,
der Bürobau legte nach. Auch drei kleinere Segmente stützen die Auftragslage.
Quelle: Nightnurse Images AG
Neuer Wohnraum im Zürcher Unterland: der Innenhof der Überbauung Im Farn in Niederhasli in der Visualisierung. Das Baugesuch für die erste Etappe mit einem Investitionsvolumen von rund 85 Millionen Franken wurde im Januar eingereicht.
Der Kanton Zürich gilt gemeinhin als der Wirtschaftsmotor
des Landes. Auch innerhalb der Schweizer Baubranche nimmt er eine tragende
Rolle ein. Doch dieser Motor droht, in Zukunft weniger hochtourig zu laufen als
zuletzt. Denn die auf Basis von Gesuchen ermittelte Investitionssumme für
Hochbauten ging im Vergleich zur vorherigen Berichtsperiode um 11,2 Prozent
zurück, wobei der Basiseffekt zu beachten ist. Beim Vorjahreswert hatte es sich
um den höchsten der Zahlenreihe gehandelt. Mit 9,3 Milliarden Franken lagen die
geplanten Investitionen in allen Segmenten des Hochbaus nominal lediglich 2,7
Prozent unter dem arithmetischen Mittel der vergangenen sechs Jahre. Dies geht
aus den Zahlen der Infopro Digital Schweiz GmbH per Stichtag 28. Februar hervor.
Der Wohnbau bildet mit einem Anteil von 71,3 Prozent an der
gesamten Investitionssumme im langjährigen Durchschnitt das wichtigste Segment.
Seine geplante Bausumme war im Jahresvergleich rückläufig. 8,9 Prozent betrug
das Minus, unter Berücksichtigung des Basiseffekts. In der vorherigen
Berichtsperiode war die Wohnbausumme auf den Höchstwert in der Zeitreihe
emporgeschossen. Ihr jüngster Wert erreichte den Sechsjahressschnitt.
Ab hier ist dieser Artikel nur noch für Abonnenten vollständig verfügbar.
Jetzt einloggenSie sind noch nicht Abonnent? Übersicht Abonnemente