07:03 BAUBRANCHE

Bauregion Luzern: Wachstumsschmerzen am Vierwaldstättersee

Geschrieben von: Peter Weiss (pew)
Teaserbild-Quelle: Cedric Letsch/Unsplash

Der Kanton Luzern wächst, vor allem in der Agglomeration um seine Hauptstadt. Der zunehmend knappe und teure Wohnraum ruft die örtliche Politik auf den Plan. In Sachen erneuerbare Energie schreitet der Kanton voran.

Blick über die Stadt Luzern im Winter

Quelle: Cedric Letsch/Unsplash

Der See vor der Haustür und die Berge in Griffweite – auch diese Kombi macht Luzern so attraktiv. Doch der knappe Wohnraum bereitet vielen in der Stadt und ihrer Agglomeration Sorgen.

Die Bevölkerung im Kanton Luzern wächst und wächst. Gemäss den aktuellsten Zahlen des Bundesamts für Statistik (per 31.12.2024) lebten 438 000 Personen im grössten Zentralschweizer Kanton. Innert Jahresfrist betrug die Zunahme 1,2 Prozent und lag damit über dem landesweiten Durchschnitt (+1,0 %). Laut einem Referenzszenario des BFS dürfte das Tempo bis 2055 ungebremst anhalten. Das Luzerner Statistikamt Lustat schreibt von 30 Prozent Bevölkerungswachstum in diesem Zeitraum. Trifft die Prognose ein, so entspräche das der Luzerner Entwicklung der vergangenen 30 Jahre – und wäre über doppelt so hoch wie im Schweizer Durchschnitt.

Die bisherige Zunahme spiegelt sich nicht zuletzt in der kantonalen Leerwohnungsziffer wider. Von 2021 bis 2025 sank diese von 1,23 auf 0,78 Prozent. Laut der «Luzerner Zeitung», die sich auf Daten des Beratungsunternehmens Wüest Partner stützt, stiegen die Angebotsmieten namentlich in der Kantonshauptstadt deutlich. 2025 lagen die Mietzinse der inserierten Wohnungen im Stadtluzerner Durchschnitt demnach um 15 Prozent höher als 2015. Dem Zeitungsbericht zufolge häuften sich zuletzt Fälle von Totalsanierungen grosser Liegenschaften in der Leuchtenstadt. Nach dem Abschluss der Arbeiten könnten sich langjährige Mieterinnen und Mieter die Wohnungen nicht mehr leisten.

Für günstigen Wohnraum einzonen

Die städtische SP und die Grünen reichten bereits 2024 Initiativen zum Thema ein. Nun hat die Stadtregierung Gegenvorschläge vorgelegt. Diese sehen unter anderem ein Vorkaufsrecht sowie Erwerb und Vermietung von Wohnungen durch die Stadt vor.  Ausserdem schlägt die Exekutive die Gründung einer Stiftung sowie die Vergabe von städtischen Darlehen an gemeinnützige Wohnbauträger vor.

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