Basler Bauinspektorat in der Kritik: GPK-Bericht zeigt heftige Missstände auf
Das baselstädtische Bau- und Gastgewerbeinspektorat (BGI) steht schon länger in der Kritik. Nun ist sie eskaliert. In einem Spezialbericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) heisst es laut News-Portal der Basler Zeitung, dass Mitarbeitende die Behörde wegen eines toxisch beschriebenen Arbeitsumfelds verlassen haben.
Zwischenberichte seien genutzt worden, um gesetzliche Bearbeitungsfristen für Baugesuche zu umgehen, meldet bazonline.ch. Laut dem Artikel soll nun eine unabhängige Organisation Führung und Abläufe des BGI analysieren.
In der Kritik mehrerer Parteien steht die zuständige Regierungsrätin Esther Keller (GLP): Die SVP, FDP und LDP werfen der Bau- und Verkehrsdirektorin Keller in ihren jeweiligen Mitteilungen vom Dienstag Führungsversagen vor. entzogen wird, sollte sich die Lage nicht verbessern. Derweil wies die LDP in ihrem Communiqué darauf hin, dass die Probleme seit Jahren bekannt seien und das Departement nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit gehandelt habe. Die FDP fordert ein konsequentes Durchgreifen der Departementsvorsteherin und eine Kultur des Ermöglichens und der Lösungsfindung.
Kellers Partei, die GLP, begrüsste den Bericht und die darin enthaltenen Empfehlungen. Sie schrieb, dass das zuständige Departement bereits wirksame Massnahmen getroffen habe, um die Prozesse zu beschleunigen. Zudem habe Keller eine externe Untersuchung in die Wege geleitet, deren Resultate für den Herbst angekündigt seien. (mai/sda)