15:11 BAUBRANCHE

Basler Quartierverein wehrt sich gegen neues Hafen-Terminal

Teaserbild-Quelle: HesselVisser, Pixabay

In zwei Jahren soll das das neue, trimodale Rheinhafenterminal "Gateway Basel Nord" in Betrieb gehen. Doch nun wehrt sich der Dorfverein Pro Kleinhüningen: Er hat die Kontrollorgane der beiden Basel wegen Untätigkeit verzeigt. Die Begründung: Die Risiken der Grossschifffahrt seien zu gross.

Der Dorfverein hatte vergangene Woche "wegen rechtswidrigen Untätigbleibens" gegen die baselstädtische Kontrollstelle für Chemie- und Biosicherheit und gegen das Baselbieter Sicherheitsinspektorataufsichtsrechtliche Anzeige erhoben. Dies geht aus einer aktuellen Mitteilung des Vereins hervor. Konkret fordert dieser, dass Transport und Lagerung von Gefahrgut limitiert werden. Zudem verwies er in diesem Zusammenhang darauf, dass im Juli alte, auf dem Hafenareal gelagerte Bahnschwellen in Flammen aufgegangen waren. Des Weiteren führte der Verein "nicht präzisierte diverse Risikoberichte" an und erinnerte an die Gefahren für die Anwohnerschaft rund um den Hafen. Darum ist laut dem Verein "jeglicher Ausbau von Transport- und Lagerkapazitäten zu untersagen". Das geplante Terminal koste das schon stark belastete Basler Quartier Grünflächen und ein Naturschutzgebiet. Derweil sei im Zürcher Limmattal ein Terminalprojekt gestoppt worden, das mehr Gefahrgütertransporte dorthin gebracht hätte.

Projekt der Superlative

Das Basler Terminal umfasst unter anderem sechs Ladegeleise für Züge bis 745 Meter Länge, drei Portalkräne, Abstellflächen und ein Gefahrgutlager. Die Anlage ist an die Nord-Süd-Hauptachse der Eisenbahn und an die Autobahn A2 angebunden. Im Juli hatte der Bund hatte entschieden, die erste Etappe des Projektes Basel Nord mehrheitlich zu finanzieren. Gegen diese Bundesgelder hat eine Containerfirma Ende September Rekurs eingereicht; es argumentiert unter anderem mit dem Wettbewerbsrecht und Freihandelsbestimmungen.

Den Bundesanteil an den Kosten der Etappe für den Umschlag Strasse-Schiene von insgesamt 130 Millionen Franken hatte das Bundesamt für Verkehr auf 83 Millionen beziffert. Später soll ein neues, drittes Hafenbecken auch noch den Rhein anbinden; dieses soll zwischen Eisenbahn und Autobahn ausgehoben werden. (sda/mai)

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