12:05 BAUBRANCHE

Arbeitsmarkt: KOF-Beschäftigungsindikator sinkt leicht, ist aber weiter überdurchschnittlich

Teaserbild-Quelle: polybazze, Flickr, CC

Zwar kann auch im aktuellen Quartal weiterhin mit einem überdurchschnittlichen Beschäftigungswachstum auf dem Schweizer Arbeitsmarkt gerechnet werden; Allerdings sinkt es leicht. Dies zeigt der aktuelle Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF).

Im ersten Quartal 2023 lag der KOF-Beschäftigungsindikator noch bei 14.4 Punkten (revidiert von 14.8), im zweiten verzeichnet er nun mit 13.1 Punkten einen etwas geringeren Wert und setzt so seinen leichten Abwärtstrend der letzten vier Quartale fort. Jedoch liegt der Beschäftigungsindikator laut KOF nach wie vor deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 1.0 Punkten und über dem Niveau vor der Corona-​Krise.

Die KOF berechnet ihren Beschäftigungsindikator aus den vierteljährlichen Konjunkturumfragen. Die Grundlage für die Auswertungen für das zweite Quartal 2023 lieferten die Antworten von etwa 4500 Unternehmen, die im April zu ihren Beschäftigungsplänen und -​erwartungen befragt worden sind. Per saldo beurteilt eine deutliche Mehrheit weiterhin den gegenwärtigen Bestand an Beschäftigten als zu tief, wie die KOF mitteilt. Zudem gibt es weiterhin deutlich mehr Firmen, die ihr Personal in den nächsten drei Monaten erhöhen wollen als Firmen, die einen Abbau vorhaben. Damit deutet der Beschäftigungsindikator für das laufende und kommende Quartal gemäss KOF auf ein insgesamt überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.

Positive Aussichten im Baugewerbe             

Die gute Arbeitsmarktlage spiegelt sich auch in den Beschäftigungsindikatoren der einzelnen Branchen wider: Die Branchenindikatoren befinden sich weiterhin deutlich über den langjährigen Mittelwerten, schreibt die KOF. 

Allerdings registrierten verschiedene Beschäftigungsindikators  der einzelnen Branchen im Vergleich zu ihren Höchstständen im letzten Jahr eine leichte Abnahme. Dies gilt für das Baugewerbe, den Detailhandel, den Grosshandel, das Gastgewerbe und die Projektierung.

Eine Ausnahme bildet das Verarbeitende Gewerbe respektive die Industrie: Hier führte der Beschäftigungsindikator im April seinen negativen Trend der letzten Quartale fort. Er liegt nun erstmals wieder knapp unter null. Geringfügig mehr Firmen im Verarbeitenden Gewerbe beurteilen den gegenwärtigen Bestand an Beschäftigten als zu hoch denn als zu niedrig und planen in den nächsten Monaten daher einen Beschäftigungsabbau. (mai/mgt)

 

 

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