Aargau: Standesinitiative für raschen Ausbau der A1
Der Kanton Aargau soll beim Bund auf einen raschen Ausbau der chronisch überlasteten Autobahn A1 auf sechs Spuren zwischen Aarau Ost und Birrfeld drängen. Der Aargauer Grosse Rat hat beschlossen, eine entsprechende Standesinitiative auszuarbeiten.
Quelle: Petra Bork, pixelio.de
Der Kanton Aargau sieht den Ausbau der A1 als einzige Lösung für die häufigen Staus auf dem Teilstück.
Die Autobahn A1 zwischen Aarau Ost und Birrfeld ist mit ihren vier Spuren ein Nadelöhr für den Verkehr im Aargau. Seit langem verlangt der Kanton deshalb den Ausbau dieses Teilstücks auf sechs Spuren. Letzten Herbst dann kam der Dämpfer: Der Bund liess eine Studie ausarbeiten, welche die Priorisierung des Ausbaus auf sechs Spuren zurückstufte.
Zwar entschied der Bund Anfang Jahr, den Ausbau dieses Teils der A1 in die Vernehmlassungsvorlage «Verkehr '45» aufzunehmen. Dort ist das Projekt als eines von zwei Autobahn-Vorhaben im «Ausbauschritt 2027» aufgeführt.
Quelle: Google Maps, Bearbeitung: Redaktion
Der Ausbau auf sechs Spuren wird indes von einigen Parteien als «Scheinlösung» kritisiert.
Gegner sprechen von «Scheinlösung»
Dennoch will der Aargauer Grosse Rat zusätzlichen Druck auf den Bund und das Astra ausüben: Er sprach sich mit 85 zu 42 Stimmen für die Ausarbeitung einer entsprechenden Standesinitiative aus. Diese sei nötig, da auch dem Autobahn-Teilstück heute schon regelmässig ein Verkehrskollaps auftrete. Gegen die Ausarbeitung einer Standesinitiative sprachen sich SP, Grüne, GLP und EVP aus, da das Thema bereits auf nationaler Ebene angekommen sei. Der A1-Ausbau sei eine selbst im Aargau umstrittene «Scheinlösung», weil die Staus nur verschoben würden.
Bis in vier Monaten soll der genaue Wortlaut auf dem Tisch liegen. Danach entscheidet das Parlament, ob die Standesinitiative tatsächlich ans Bundesparlament geschickt wird. (SDA/bk)