09:04 BAUBRANCHE

1. Quartal 2018: Verhaltener Start in anspruchsvolles Jahr

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaserbild-Quelle: Pascale Boschung

Die Weltkonjunktur konnte im 1. Quartal das Tempo weiter steigern. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erhöhte für 2018 und 2019 die Prognosen auf 3,9 % von zuvor 3,6 %. Optimistischer gibt sich die Welthandelsorganisation (WTO). 

Die Voraussetzungen für ein deutliches Plus des Welthandels seien nach wie vor intakt. 2018 rechnet die WTO mit +4,4 % (2019: +4 %). Das Stimmungsbarometer für Export-Bestellungen ist allerdings im März gefallen. Nach dem fulminanten Jahresauftakt hat sich im März insgesamt auch das Wachstum im Euroraum verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex für private Industrie- und Dienstleistungsunternehmen fiel um 1,8 auf 55,3 Punkte (50 Zähler bedeuten Wachstum). Im Januar war der Index noch deutlich gestiegen. Gleichwohl sank die Zahl der Arbeitslosen in der Eurozone auf 8,6 %, dem tiefsten Stand seit neun Jahren.

Ausblick zum Ausstieg

Für 2018 erwartet die europäische Zentralbank (EZB) ein BIP-Wachstum von 2,4 % (zuvor: 2,3 %), für 2019 von 1,9 %. 2017 waren es +2,3 %. Im März hat die EZB einen weiteren vorsichtigen Schritt in Richtung einer weniger lockeren Geldpolitik gewagt. Beim Zinsentscheid hat die EZB aus ihrem Ausblick die Option gestrichen, die Anleihenskäufe nötigenfalls erneut auszuweiten. Bereits seit Januar wird das monatliche Kaufvolumen von Anleihen auf 30 Milliarden Euro halbiert. Laut EZB-Chefökonom Peter Praet wird man ab September die Käufe in einer Auslaufphase reduzieren. Dabei liegt das Inflationsziel bei unter 2 %. Für 2018 rechnet die EU-Kommission in der Eurozone mit einer Inflationsrate von 1,5 %, für 2019 mit 1,6 %. Im März betrug die Rate 1,4 % (Februar 1,1 %; Januar: 1,3 %).

Einfamilienhäuser in Estavayer-le-Lac

Quelle: Pascale Boschung

Einfamilienhäuser in Estavayer-le-Lac, Symbolbild.

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