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Zürich: Europaallee gewinnt Preis für Fassade

Teaserbild-Quelle: Georg Aerni

Die zwei Türme auf dem Baufeld G der Europaallee in Zürich sind mit dem Prixforix Fassadenaward 2018 ausgezeichnet worden. Das ausgeklügelte Konzept beinhaltet massgeschneiderte Profile, ein neuartiges Sonnenschutzsystem sowie spezielle Entwässerungssysteme.

Auf dem Baufeld G in Zürichs Europaallee ragen zwei unterschiedlich hohe Türme in den Himmel, die durch einen Sockelbau verbunden sind. Realisiert wurde das Projekt der Bauherrin SBB Immobilien von der Generalunternehmung HRS Real Estate AG in Zürich nach einem Vorschlag der ARGE Graber Pulver Architekten aus Zürich und Masswerk AG aus Kriens LU. Im Komplex mit einer Gesamtfläche von 78‘000 Quadratmetern sind 8000 Arbeitsplätze, 300 Wohnungen und eine Hochschule untergebracht. Die Fassade wurde von der Aepli Metallbau aus Gossau entwickelt und realisiert. Für seine Einzigartigkeit wurde sie nun mit dem Prixforix Fassadenaward 2018 ausgezeichnet. Die Verleihung findet alle drei Jahre statt. Die Jury besteht aus Fachleuten aus der Architektur- und Fassadenbauszene.

Doch was macht nun diese 8,5 Millionen teure Fassade aus 250‘000kg Aluminium-Sonderprofilen und 10‘000 Quadratmetern Aluminiumbleche so einzigartig? Gleich mehrere Dinge, wie es in einer Mitteilung des Metallbauunternehmens heisst. Beim Gebäudekomplex habe man von Anfang an auf anspruchsvolle Architektur gesetzt, weshalb Aepli nicht auf gängige, vorfabrizierte Fassadenelemente habe zurückgreifen können. Stattdessen entwickelte, fertigte und montierte man neue Aluminium-Stangenpressprofile. In die Fassadenkonstruktion integriert ist ein Sonnenschutzkonzept mit drei Vertikalverschiebeelementen. „So entstanden spezielle Profilformen, die im Querschnitt auch berücksichtigen, dass die Struktur des Baus keinen einzigen rechten Winkel aufweist. Das hatte einen erheblichen Einfluss auf die komplexen Profilverbindungen in den Eckbereichen. Entstanden ist eine ebenmässige Optik mit Bauteilen, die zum integrierten Bestandteil der Fassade werden“, schreibt die Firma.

Ebenfalls in die Konstruktion integriert ist ein von aussen unsichtbares Entwässerungssystem, das Oberflächenwasser sammelt und es verdeckt abführt. Die Führung der Entwässerungsrohre sei eine besondere planerische Herausforderung gewesen. „Beispielsweise mussten Abzweigungen und Verbindungen anhand von 3D-Zeichnungen beim Platzbedarf berücksichtigt werden.“ Auch das Problem eines Starkregens musste mit einbezogen werden. Deshalb bildete Aepli die Entwässerungsrinnen als Retensionsbehälter aus. Damit kann Regenwasser nach einem starken Gewitter optimal dosiert innerhalb der vorgeschriebenen Menge ablaufen. Das versickerbare und verschmutzte Wasser wird getrennt geführt, stehendes Wasser somit verhindert. (pd/mt)

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