13:22 VERSCHIEDENES

Windpark Cerignola der BKW in Apulien ist am Netz

Geschrieben von: Stefan Schmid (sts)
Teaserbild-Quelle: zvg

Der Energiekonzern BKW hat den Windpark Cerignola Süd in Betrieb genommen nach Cerignola Nord im November. Erwartet wird gesamthaft eine Jahresproduktion von 310 GWh. Erneuerbare erreichen in Europa einen Wendepunkt.

BKW - Windpark Cerignola Süd

Quelle: zvg

Der Windpark Cerignola Süd ist für die BKW ein Meilenstein. In Europa erzeugten 2025 Erneuerbare erstmals mehr Strom als sich aus fossilen Energieträgern gewinnen liess.

Das Projekt Cerignola in Apulien besteht aus den beiden Windparks Cerignola Nord und Cerignola Süd mit insgesamt 29 Windturbinen und einer Gesamtleistung von 125 MW. Cerignola Nord produziert seit November 2025 Strom, Cerignola Süd ging im Januar 2026 ans Netz. Seither liefert der gesamte Park stabil erneuerbare Energie. Die erwartete Jahresproduktion beträgt laut Mitteilung des Unternehmens 310 Gigawattstunden (GWh). Das Projekt markiere einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung der Strategie «Solutions 2030», die einen Ausbau der Produktion von erneuerbarer Energie vorsehe. Bisher verfügte die BKW in Italien in den Regionen Apulien und Basilikata eigenen Angaben zufolge bereits über zwölf eigene Windparks mit 277 Megawatt installierter Leistung.

Mit der erwarteten Jahresproduktion von 310 Gigawattstunden können laut der BKW rund 140'000 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgt werden. Beim Windpark Cerignola handle es sich um eine der grössten Investitionen der BKW in den Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion. Mit dem Konzept der integrierten Wertschöpfung will das Unternehmen alles aus einer Hand anbieten, wie es in der Mitteilung heisst. Dieses umfasse neben dem Engineering und der Beschaffung auch den Bau und Betrieb sowie die Vermarktung und Wartung der Anlagen. 

Erneuerbare erreichen Wendepunkt 

Bis 2030 will die BKW rund zwei Milliarden Franken in Wind-, Solar- und Wasserkraftprojekte in der Schweiz sowie im europäischen Ausland investieren. Dies vor dem Hintergrund, dass die Hinwendung zu den Erneuerbaren in Europa offenbar zügig vorankommt. Im Jahr 2025 erzeugten Windturbinen und Photovoltaikanlagen auf dem Gebiet der Europäischen Union erstmals mehr Strom als aus fossilen Energieträgern wie Kohle und Erdgas gewonnen werden kann. Dies ergab eine vor Kurzem veröffentlichte Studie des Energieforschungsinstituts Ember. Demnach entfällt auf Wind- und Sonnenkraft ein Anteil von rund 30 Prozent, zehn Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Zusammen mit der Wasserkraft liefern die Erneuerbaren nun fast 50 Prozent des Stroms in Europa.

Insbesondere bei der Photovoltaik sei in Europa eine ausgesprochen hohe Dynamik festzustellen. Weiterhin rückläufig ist laut dem Ember-Bericht die Verstromung von Kohle. Die Studie kommt zudem zum Schluss, dass sich Solar- und Windkraftanlagen durchaus profitabel betreiben lassen. (awp sda/mgt/sts) 

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Redaktor Baublatt

Seine Spezialgebiete sind wirtschaftliche Zusammenhänge, die Digitalisierung von Bauverfahren sowie Produkte und Dienstleistungen von Startup-Unternehmen.

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